News. Reisen. Japan. Von Jan Knüsel.

Wo man in Japan am längsten lebt

Jung und alt in Japan. (Foto: flickr/ Gabriel Rodríguez)

Jung und alt in Japan. (Foto: flickr/ Gabriel Rodríguez)

Die Japaner gehören zu den gesündesten Menschen auf diesem Planeten. Japans Frauen haben inzwischen eine Lebenserwartung von über 87 Jahren. Und auch die Männer schaffen es inzwischen auf fast 81 Jahre (Asienspiegel berichtete). Kein anderes Land zählt zudem so viele über Hundertjährige. Über 65’000 sind es (Asienspiegel berichtete). Ausserdem kann man in Japan davon ausgehen, dass man 73,9 Jahre lang ein gesundes unabhängiges Leben führen kann, ohne auf irgendeine Form von Pflege angewiesen zu sein.

Die Gesundheit hängt aber auch durchaus von der Region ab, in der man lebt, wie die Nikkei Shimbun berichtet. So geniessen die Menschen in der Präfektur Shiga beim Biwa-See eine hohe durchschnittliche Lebenserwartung von 84,7 Jahren. Ihre durchschnittliche Lebenserwartung bei Gesundheit liegt bei ebenfalls hohen 75,3 Jahren. Es folgen die Präfekturen Fukui (Lebenserwartung von 84,2 Jahren), Nagano (84,2), Nara (84,1) und Ishikawa (83,9).

Am Ende dieser Rangliste befindet sich regelmässig die Präfektur Aomori am Nordzipfel der Hauptinsel Honshu. Dort liegt die durchschnittliche Lebenserwartung bei 81,6 Jahren und die Lebenserwartung bei Gesundheit bei 72,6 Jahren. Weitere Präfekturen am Ende der Rangliste sind Okinawa (Lebenserwartung von 81,9 Jahren), Akita (82,3), Kochi (82,4) und Iwate (82,4).

Was eine «gesunde Region» ausmacht

Bei den Männer sind Rauchen und ungesunde Essgewohnheiten die Hauptgründe vor ein vorzeitiges Ableben. Bei den Frauen liegen derweil die ungesunden Essgewohnheiten an erster Stelle. Ausserdem deutet die Studie darauf hin, dass für die Gesundheit der Menschen in einer Region das wirtschaftlichen Umfeld, der Lebensstil, die Aktivität im hohen Alter sowie die Qualität der medizinischen Versorgung entscheidende Faktoren sind.

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