Foto: flickr/​Alex­an­der Svens­sonAuch ein Taxi im Ani­me-Look gibt es in Tokio seit Som­mer 2016.

Ein Fah­rer mit weis­sen Hand­schu­hen und Taxi­tü­ren, die sich für den Kun­den wie von selbst öff­nen: Eine Taxi­fahrt in Japan ist ein Erleb­nis – das jedoch schnell ins Geld gehen kann, beson­ders in der japa­ni­schen Haupt­stadt. Aus die­sem Grund mei­den vie­le aus­län­di­sche Tou­ris­ten die­sen Dienst. Aus­ser­dem besitzt Japan ein der­art gutes öffent­li­ches Ver­kehrs­sys­tem, dass man nicht wirk­lich dar­auf ange­wie­sen ist. Selbst der glo­bal täti­ge Taxi­ver­mitt­lungs­dienst Uber, der auch in Tokio und Yoko­ha­ma prä­sent ist, hat sich nicht wirk­lich durch­ge­setzt. Zu spär­lich gesät und ver­gleichs­wei­se teu­er sind sei­ne Taxis.

Die Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um arbei­tet nun aber dar­an, die gewöhn­li­chen Taxis auch für aus­län­di­sche Tou­ris­ten attrak­ti­ver zu machen. So wur­de bei­spiels­wei­se der Min­dest­fahr­preis für alle 23 Tokio­ter Stadt­be­zir­ke um 300 Yen gesenkt. Seit die­sem Jahr kos­tet der ers­te Kilo­me­ter zwi­schen 380 und 430 Yen. Alle wei­te­re 237 Meter kos­ten 80 Yen kos­ten. Ziel ist es, die Taxis für die Kurz­di­stan­zen kon­kur­renz­fä­hi­ger zu machen (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Gleich­zei­tig gibt es inzwi­schen eine Rei­he von Taxi-Apps, die einem die Pla­nung und die Fahrt erleich­tern. Die App Japan Taxi Fare Cal­cu­la­tor berech­net einem den unge­fäh­ren Fahr­preis. Japan­Ta­xi ist der­weil die umfang­reichs­te App in die­sem Bereich. Mit ihr kann man den unge­fäh­ren Fahr­preis errech­nen, eine Reser­va­ti­on täti­gen und bar­geld­los bezah­len, wenn man die Kre­dit­kar­te zuvor regis­triert hat. Aus­ser­dem bie­tet die App auch einen Pau­schal­preis für eine Fahrt zum Flug­ha­fen an.

Pau­schal­preis vor der Fahrt bestimmen

Das Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um tes­tet aus­ser­dem in Zusam­men­ar­beit mit 4 Taxi-Betrei­bern in Tokio ein neu­es Bezahl­sys­tem. Hier­für gibt der Pas­sa­gier in einer der jewei­li­gen Taxi-Apps (dar­un­ter auch Japan­Ta­xi) vor sei­ner Fahrt den Start und Ziel­ort ein. Es wird dar­auf­hin ein Preis ange­ge­ben. Stimmt der Pas­sa­gier zu, gilt die­ser als Pau­schal­preis für die gesam­te Fahrt, unab­hän­gig davon, ob das Taxi einen Umweg fährt oder im Stau ste­cken bleibt.

Somit sol­len Unsi­cher­hei­ten bezüg­lich des Prei­ses der Ver­gan­gen­heit ange­hö­ren. Eine Bedin­gung für die­ses Pau­schal­preis­sys­tem ist jedoch, dass die Fahrt min­des­tens 3000 Yen kos­tet. Die Test­pha­se dau­ert vom 3. August bis zum 7. Okto­ber 2017. Danach wird ent­schie­den, ob dies zu einer nor­ma­len Dienst­leis­tung in den japa­ni­schen Taxis wird.