Anstatt das Wie­ner Schnit­zel oder das Coto­let­ta alla Mila­ne­se ein­fach plump zu kopie­ren, haben die Japa­ner die Spei­se ver­fei­nert, ihr einen japa­ni­schen Anstrich und einen eige­nen Namen gege­ben. Katsu heisst es in Japan. Fleisch­sor­te und -dicke vari­ie­ren je nach Restaurant.

Die bekann­tes­te Vari­an­te ist Ton­katsu, das Schwei­ne­schnit­zel, das bereits vor über 100 Jah­ren den Weg in die japa­ni­sche Küche gefun­den haben soll. Im Restau­rant Ren­ga­tei soll 1899 das ers­te Ton­katsu ser­viert wor­den sein. Seit­her sind auch die Japa­ner ver­rückt nach Schnit­zel. Geges­sen wird es mit einer Por­ti­on fein geschnit­te­nem Kohl, einer Miso-Sup­pe und Reis. 

Schnit­zel ist ein Getränk

Ein neu­es Restau­rant im Stadt­teil Ike­bu­kuro in Tokio treibt die­se kuli­na­ri­sche Lie­be nun auf die Spit­ze. Sein Name: «Ton­katsu wa nomi­mo­no», «Ton­katsu ist ein Getränk». Ent­spre­chend gross­zü­gig wird hier ser­viert. Die gröss­te Por­ti­on besteht aus drei unter­schied­li­chen Schnit­zel­sor­ten. Neben den 360 Gramm Fleisch kom­men drei Bei­la­gen nach Wahl hin­zu, eine Miso-Sup­pe und so viel Reis wie man möch­te. Die gigan­ti­sche Spei­se kos­tet 1740 Yen. Für die weni­ger Hung­ri­gen gibt es auch klei­ne­re Portionen.

Der­sel­be Restau­rant­be­trei­ber hat­te schon mit einem ähn­li­chen Kon­zept Erfolg. In sei­ner Restau­rant­ket­te «Cur­ry wa nomi­mo­no» («Cur­ry ist ein Geträn­ke»), von denen es bereits 6 Able­ger in Tokio gibt, gibt es Cur­ry-Spei­sen in rie­si­gen Portionen.