News. Reisen. Japan. Von Jan Knüsel.

Der Blaue Teich von Biei

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Biei liegt im Herzen von Hokkaido. Gerade mal 10’000 Einwohner zählt die herausgeputzte Kleinstadt, die von der Landwirtschaft lebt. Die Felder und Landschaften rund um die Stadt bieten eine Szenerie, die es so kein zweites Mal in Japan gibt. Für die Werbung, das Fernsehen und die Filmindustrie in Japan bieten sie seit Jahrzehnten die perfekte Kulisse. Zahlreiche malerische Orte von Biei und auch vom Nachbarort Furano haben es so zu nationaler Berühmtheit geschafft. 1,2 Millionen Besucher zählt die ländliche Region jährlich. Im Folgenden ein paar ausgewählte Beispiele poetischer Landschaften in Biei (die auch alle im obigen Kurzfilm vorkommen):

Der blaue Teich von Biei. (Foto: Asienspiegel)

Der blaue Teich von Biei. (Foto: Asienspiegel)

Der Blaue Teich (Blue Pond / Aoi Ike) hat es auch dank Apple zu weltweiter Bekanntheit geschafft. Seit der Ort zu einem offiziellen Hintergrundbild in den iMacs und MacBooks geworden ist, besuchen Menschen aus allen Ländern diesen Teich mit dem intensiven blauen Wasser und den verwitterten Bäumen. Bei Windstille spiegelt sich die gesamte Landschaft perfekt im Wasser. Eigentlich war der Ort nie als Sehenswürdigkeit geplant. Vielmehr ist dieses künstliche Becken Teil eines Dammbaus, der die Region vor den möglichen Folgen eines Ausbruch des aktiven Vulkans Tokachi-dake schützen soll.

Der Shirahige-Wasserfall. (Foto: Asienspiegel)

Der Shirahige-Wasserfall. (Foto: Asienspiegel)

Ganz in der Nähe des Blue Pond befindet sich der imposante Shirahige-Wasserfall. Über 30 Meter hoch ist dieses Naturphänomen, das wegen seiner Farbe den Namen «Weissbart-Wasserfall» trägt. Hierbei handelt es sich um Quellwasser, das aus dem Felsen ausströmt und in den Blauen Fluss stürzt.

Die Achterbahn-Strasse. (Foto: Asienspiegel)

Die Achterbahn-Strasse. (Foto: Asienspiegel)

Die Roller Coaster Road ist eine kilometerlange lange fadengerade Strasse, die sich über mehrere Hügel hinweg zieht. Diese Topographie gibt dem Auto- und Motorradfahrer das Gefühl, auf einer Achterbahn zu fahren. Es ist ein bisschen wie in San Francisco. Die Strasse liegt zwischen Biei und Furano. Die Japaner sprechen vom Jetto Cōsutā no Michi.

Der Mild-Seven-Hill. (Foto: Asienspiegel)

Der Mild-Seven-Hill. (Foto: Asienspiegel)

Der Mild Seven Hill hat seine Berühmtheit einer 70er-Jahre-Werbung der Mild-Seven-Zigarettenmarke zu verdanken. Es handelt sich um eine Baumformation, die auf einer Anhöhe in einer Linie als natürlicher Windschutz angepflanzt wurde. Diese malerische Szenerie suchen täglich Touristen mit dem Mietauto, Motorrad und Fahrrad auf. Ganz in der Nähe sind drei von Feldern umgebene Bäume zu finden, die an zwei Eltern und ein Kind in der Mitte erinnern (Parent and Child Tree / Oyako no Ki). Diese Gegend mit ihren Feldern und Hügeln hat den Übernamen Patchwork Road erhalten.

Shikisai no Oka: Das Blumenfeld von Biei. (Foto: Asienspiegel)

Shikisai no Oka: Das Blumenfeld von Biei. (Foto: Asienspiegel)

Die Shikisai no Oka ist derweil ein liebevoll unterhaltenes Blumenfeld auf einem Hügel, das sich über 7 Hektaren erstreckt. Von April bis Oktober ist hier eine stets wechselnde Farbenpracht zu sehen. Insbesondere in den Sommermonaten ist der Andrang gross. Es ist nicht das einzige Blumenfeld in der Gegend. In Furano gibt es zudem die berühmten Lavendelfelder. Mitte Juli bis Anfang August erreichen die Blüten hier ihren Höhepunkt.

Die Lavendel-Felder von Furano. (Foto. Asienspiegel)

Die Lavendel-Felder von Furano. (Foto. Asienspiegel)

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