Als der Twit­ter-Nut­zer @chicago0812 über Shi­ko­ku flog, ent­deck­te er einen Fluss, der die Form eines Dra­chens hat­te. Der Bei­trag von Anfang Sep­tem­ber (sie­he Tweet ganz oben) erhielt über 124’000 Likes, 63’000 Ret­weets und einen Arti­kel in der Yomi­uri Shim­bun.

Das Gewäs­ser befin­det sich in der Prä­fek­tur Kochi, geo­gra­phisch fast exakt in der Mit­te der kleins­ten japa­ni­schen Haupt­in­sel Shi­ko­ku. Es han­delt sich um den Yoshi­no-Fluss, der in einen Stau­see mün­det, den Lake Sameu­ra mit der klei­nen Insel in der Mit­te. Die Stau­mau­er wur­de 1975 errich­tet. Die­se ist Strom­kraft­werk und Schutz­mau­er vor Flu­ten zugleich. Der Stau­see ist aus­ser­dem das gröss­te Süss­was­ser­re­ser­voir Shi­ko­kus. Am Fus­se des Stau­damms lie­gen die bei­den Dör­fer Tosa und Motoyama.

Letzt­end­lich ist die Form die­ses Dra­chens das Pro­dukt einer mensch­li­chen Erschaf­fung. Auf dem aktu­el­len Foto von @chicago0812 hat der tie­fe Was­ser­stand dazu geführt, dass die Erde an den Rän­dern zum Vor­schein kam und die Dra­chen­form so die schar­fen Umris­se erhal­ten hat. 

Der Fuji und die Insel

Über­haupt erlebt man bei einem Flug über Japan immer wie­der die schöns­ten Aus­sich­ten. Der Luft­klas­si­ker ist zwei­fel­los der Fuji. An einem son­ni­gen Tag mit blau­em Him­mel darf man den höchs­ten und berühm­tes­ten Berg Japans von einer ganz ande­ren Per­spek­ti­ve bewun­dern, vor­aus­ge­setzt man hat einen Fens­ter­platz auf der rich­ti­gen Seite:

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Die Luft­per­spek­ti­ve auf Sado im Japa­ni­schen Meer zeigt der­weil die ganz spe­zi­fi­sche Form die­ser his­to­ri­schen Insel mit den par­al­lel zuein­an­der ste­hen­den Ber­gen und der lan­gen Ebe­ne dazwi­schen. Auf die­ser Insel muss­ten einst Arbei­ter unter här­tes­ten Bedin­gun­gen Gold abbau­en. In den 1950ern leb­ten hier noch über 125’000 Men­schen. Heu­te sind es noch knapp 55’000:

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