Bild: memo​ri​al​-num​ber​pla​te​.jpSo sieht das olym­pi­sche Num­mern­schild aus.

Am 24. Juli 2020 wer­den die olym­pi­schen Som­mer­spie­le in Tokyo eröff­net. Bis dahin sind es noch etwas weni­ger als drei Jah­re. Doch bereits am 10. Okto­ber wer­den die ers­ten Autos olym­pi­sche Far­be tra­gen. Dann wir das neue offi­zi­el­le Num­mern­schild für die Som­mer­spie­le in Umlauf gebracht. Seit eini­gen Wochen ist nun auch bekannt, wie die­ses aus­se­hen wird. Es ist ein Son­nen­schein in allen Far­ben, wel­che die Viel­falt der Mensch­heit sym­bo­li­sie­ren. Rechts oben ist zudem das olym­pi­sche Logo zu sehen. Designt hat es der 45-jäh­ri­ge Nao­to Uchi­da, der sich gegen 95 Kon­kur­ren­ten durch­ge­setzt hat.

Das Num­mern­schild wird in ganz Japan erhält­lich sein. Die Gebühr für einen Umtausch kos­tet je nach Regi­on zwi­schen 7000 und 9000 Yen, wie die Asahi Shim­bun berich­tet. Aus­ser­dem wird eine Spen­de von min­des­tens 1000 Yen ver­langt. Die­ses Geld wird genutzt, um die Infra­struk­tur des öffent­li­chen Ver­kehrs für Roll­stuhl­fah­rer zugäng­li­cher zu machen. Eine güns­ti­ge­re Ver­si­on, auf dem nur das Logo der Som­mer­spie­le zu sehen und kei­ne Spen­de not­wen­dig ist, wird eben­falls erhält­lich sein. Das Pro­jekt soll dazu bei­tra­gen, die Vor­freu­de auf die olym­pi­schen Spie­le zu stei­gern. Die olym­pi­schen Far­ben wer­den so zuneh­mend im All­tag sicht­bar werden.

Neu­es Design für die Nummernschilder

Das olym­pi­sche Num­mern­schild ist auch der Start­schuss in eine neue Ära. Denn ab 2018 wird es allen Regio­nen erlaubt sein, das Num­mern­schild mit einem eige­nen Motiv zu ver­se­hen, um so für die loka­len Wahr­zei­chen und Sehens­wür­dig­kei­ten zu wer­ben. Denn bis­lang gab es eine streng ein­heit­li­che Rege­lung. So haben bei­spiels­wei­se die nor­ma­len Pri­vat­fahr­zeu­ge eine grü­ne Far­be auf weis­sem Hin­ter­grund. Der ein­ge­tra­ge­ne Orts­na­me ver­rät, von wel­cher loka­len Behör­de das Num­mern­schild aus­ge­stellt wur­de. Dar­un­ter steht ein Zei­chen des Hira­ga­na-Sil­ben­al­pha­bets sowie eine vier­stel­li­ge Seri­en­num­mer. Krea­ti­vi­tät und Ästhe­tik war hier bis­lang nicht gefragt.

Ein­zig für die kleins­te Motor­rad­klas­se gilt seit 2007 die Gestal­tungs­frei­heit. So ist zum Bei­spiel auf dem Num­mern­schild des Tokio­ter Bezirks Sumi­da Kats­hus­hi­ka Hoku­sais «Gros­se Wel­le von Kana­ga­wa» zu sehen. Es ist eine Hom­mage an den berühm­tes­ten Sohn des Bezirks und zugleich ein Hin­weis auf das 2016 neue eröff­ne­te Hoku­sai-Muse­um (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Bild: city​.sumi​da​.lg​.jpHoku­sais berühm­te gros­se Wel­le auf dem Num­mern­schild des Bezirks Sumida.