West­lich der Stadt Aso am Ran­de der gros­sen Cal­de­ra des gleich­na­mi­gen Vul­kans gibt es eine Berg­stras­se (die Aso­shi­do-Kario-Kan­sen), die an einer erhöh­ten schma­len Stel­le so aus­sieht, als wür­de sie direkt zum Him­mel füh­ren. Gera­de bei neb­li­gem Wet­ter ist das Natur­phä­no­men ein­drück­lich. Für vie­le wirkt der Ort in der Prä­fek­tur Kuma­mo­to auf Kyus­hu wie eine Sze­ne­rie aus dem legen­dä­ren Stu­dio-Ghi­b­li-Ani­me Cast­le in the Sky, der von der ver­bor­ge­nen Him­mels­stadt Lapu­ta han­delt. Ent­spre­chend hat die­ser Ort von den Tou­ris­ten die Über­na­men «Die Stras­se nach Lapu­ta» oder ganz ein­fach «Die Him­mels­stras­se» erhalten.

Doch seit dem schwe­ren Dop­pel­erd­be­ben vom ver­gan­ge­nen Jahr ist die Stras­se gesperrt. Gan­ze Abschnit­te fie­len den Berg hin­un­ter. Der Stras­sen­be­lag hat unzäh­li­ge Ris­se. Hef­ti­ge Regen­fäl­le führ­ten zu Erd­rut­schen, auch bei der Him­mel­stras­se. An ins­ge­samt 31 Stel­len kam es zu Beschä­di­gun­gen. Ein Droh­nen­vi­deo zeigt das Aus­mass der Zerstörung:

Die Stadt Aso plant nun die Berg­stras­se end­gül­tig auf­zu­ge­ben, wie die Kuma­mo­to Nichi Nichi Shim­bun berich­tet. Zu gross ist der Scha­den. Eine Wie­der­her­stel­lung wür­de geschätz­te 10 Mil­li­ar­den Yen (87 Mio Euro) kos­ten. Das ist für die Stadt zu viel, selbst wenn der Staat einen Unter­stüt­zungs­bei­trag leis­ten wür­de. Für die Fans von Cast­le in the Sky ist es ein schmerz­li­cher Verlust. 

Zwei wei­te­re ähn­li­che Naturspektakel

Doch es gibt eine Alter­na­ti­ve. Die Take­da-Burg­rui­ne in der Prä­fek­tur Hyo­go weckt im Nebel­meer eben­falls Erin­ne­run­gen an den Ani­me (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Auch von Japans Machu Pic­chu ist oft die Rede. Nach auf­wen­di­gen Restau­ra­ti­ons­ar­bei­ten ist die Rui­ne seit März 2016 wie­der zugänglich. 

Ein ähn­li­ches Natur­spek­ta­kel bie­tet zudem die Unkai Ter­asu, die «Wol­ken­meer-Ter­ras­se» auf dem Berg Toma­mu in Hok­kai­do (Asi­en­spie­gel berich­te­te).