Kli­cken Sie hier, um Jans Kanal kos­ten­los zu abonnieren.

Ein köst­li­ches Kai­se­ki-Essen, ein erho­len­des Onsen-Bad und eine gemüt­li­che Nacht auf einer aus­ge­roll­ten Futon-Matrat­ze auf dem Tata­mi-Boden – und dies am bes­ten in einer male­ri­schen länd­li­chen Umge­bung. Unge­fähr so lässt sich die klas­si­sche Vor­stel­lung eines Auf­ent­halts in einem Ryo­kan, Japans tra­di­tio­nel­lem Gast­haus, umschrei­ben. Dass es auch anders geht, beweist das Hoshi­noya Tokyo, das 2016 eröff­net wur­de und so etwas wie die Avant­gar­de der Ryo­kan-Kul­tur ist.

Das Hoshi­noya Tokyo hat die­se klas­si­sche Hotel­form neu erfun­den und dies inmit­ten des geschäf­ti­gen Finanz­vier­tels Ote­ma­chi gleich in der Nähe des Kai­ser­hofs. Die Tra­di­ti­on ver­mischt sich hier mit der Moder­ne, oder anders gesagt, Hoshi­noya Tokyo ist eine Welt, in der die bes­ten Ele­men­te Japans zusam­men­kom­men: Archi­tek­tur, Design, Ästhe­tik, Ele­ganz, Hand­werks­kunst und Tra­di­ti­on zeich­nen die­ses urba­ne Ryo­kan aus. 17 Stock­wer­ke und 84 Zim­mer besitzt das Gebäu­de, das mit sei­ner schwar­zen Git­ter­fas­sa­de und der war­men gel­ben Beleuch­tung ein ver­steck­tes Juwel in die­sem Vier­tel der gigan­ti­schen Wol­ken­krat­zer ist.

Bar­fuss im Luxushotel

Ein Besuch im Hoshi­noya Tokyo ist ein Ein­tritt in eine Oase der Ruhe und Anmut. Ganz tra­di­tio­nell zieht man hier die Schu­he im Ein­gangs­be­reich aus. In die­sem Luxus­ho­tel darf man sich auf 17 Stö­cken bar­fuss bewe­gen. Der gesam­te Boden, die Zim­mer wie auch die Gän­ge (!), ist hier­für mit Tata­mi aus­ge­legt. Man soll sich wie zuhau­se füh­len. Die auf­fäl­lig gros­sen Zim­mer sel­ber ver­bin­den eine inti­me Ryo­kan-Atmo­sphä­re mit den Annehm­lich­kei­ten eines moder­nen Hotels. Selbst eine Lounge gibt es auf jedem Stock, wo es für zwi­schen­durch zu lesen, zu trin­ken und zu essen gibt. Die Mahl­zei­ten wer­den wie­der­um ganz klas­sisch im Zim­mer serviert.

Am Abend wird jeweils im Unter­grund des Hoshi­noya Tokyo gezau­bert. Dort befin­det sich ein Restau­rant, das die japa­ni­sche Ess­kul­tur in 12 Gän­gen zele­briert. Der preis­ge­krön­te Koch Noriyu­ki Hama­da legt ganz nach dem Kai­se­ki-Prin­zip viel Wert auf regio­na­le Zuta­ten und Fische, gepaart mit dem pas­sen­den Wein und Sake sowie einem Hauch fran­zö­si­scher Koch­kunst. In der Nacht geht es schliess­lich hoch ins obers­te 17. Stock­werk, wo sich ein Onsen-Bad mit offe­nem Dach befin­det, wo man den Klän­gen der Gross­stadt lau­schen kann. Das heis­se Quell­was­ser wird übri­gens aus 1500 Meter Tie­fe hochgepumpt.

Ruhe mit­ten in der Metropole

Und so ver­spürt man als Gast in die­sem Ryo­kan-Turm nicht wirk­lich das Bedürf­nis, die­sen Mikro­kos­mos des per­fek­ten Japans ver­las­sen zu wol­len, selbst im Wis­sen, dass die Metro­po­le Tokio mit all ihren Sehens­wür­dig­kei­ten und kuli­na­ri­schen Ver­füh­run­gen gleich vor der Tür ist.

Info: Hoshi­noya Resorts steht für eine über 100-jäh­ri­ge Ryo­kan-Geschich­te, die ihren Anfang in der Berg­stadt Karui­za­wa nahm und heu­te in der vier­ten Gene­ra­ti­on der Fami­lie Hoshi­no geführt wird. Als einer der ers­ten aus­län­di­schen Jour­na­lis­ten hat­te ich die sel­te­ne Gele­gen­heit, das Hoshi­noya Tokyo wäh­rend zwei gan­zen Tagen ohne Ein­schrän­kun­gen zu fil­men. Den Film sehen Sie oben.

Foto: Jan Knü­sel / asi­en­spie­gelDer Ein­gangs­be­reich.
Foto: Jan Knü­sel / asi­en­spie­gelEin Blick­fang: Das Hoshi­noya Tokyo von aussen.
Bild: Jan Knü­sel / asi­en­spie­gelEin erhöh­tes Futon-Bett. Es ist eines von drei ver­schie­de­nen Zimmerkategorien.
Foto: Jan Knü­sel / asi­en­spie­gelTee­ze­re­mo­nie: Das Hoshi­noya bie­tet ver­schie­de­ne kul­tu­rel­le Work­shops an.
Foto: Jan Knü­sel / asi­en­spie­gelDas Essen wird im Zim­mer serviert.
Foto: Jan Knü­sel / asi­en­spie­gelDie Och­ano­ma-Lounge gibt es auf jedem Stock.
Foto: Jan Knü­sel / asi­en­spie­gelDer Ein­gangs­be­reich zum Restau­rant im Untergeschoss.
Foto: Jan Knü­sel / asi­en­spie­gelFive Fla­vors of Delight von Chef­koch Noriyu­ki Hamada.
Foto: Jan Knü­sel / asi­en­spie­gelDer Onsen-Bereich auf dem 17. Stock.
Foto: Jan Knü­sel / asi­en­spie­gelEine ele­gan­tes Git­ter­mus­ter umgibt das gesam­te Hochhaus.