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Für man­che gibt es nichts Schö­ne­res als stun­den­lang in unzäh­li­gen Büchern, Man­gas und Zeit­schrif­ten zu schmö­kern – oder lesend im Bett ein­zu­schla­fen. Aus die­sem Lebens­ge­fühl her­aus ist 2015 das Hotel Book and Bed Tokyo entstanden.

Eine ehe­ma­li­ge Iza­ka­ya-Knei­pe in einem Hoch­haus im Tokio­ter Vier­tel Ike­bu­kuro wur­de damals in eine gemüt­li­che Biblio­thek mit Schlaf­stät­ten umge­baut. Auf zwei Stö­cken ste­hen mehr als 3000 Bücher in japa­ni­scher und eng­li­scher Spra­che, Sofa-Matrat­zen, Toi­let­ten, Duschen und Bet­ten, die teil­wei­se zwi­schen den Bücher­re­ga­len ein­ge­baut sind, zur Ver­fü­gung. Es ist eine lie­be­vol­le Neu­in­ter­pre­ta­ti­on des klas­si­schen Kapselhotels.

Auch eine Kaf­fee­ma­schi­ne und einen Toas­ter gibt es in die­sem Hotel, das sich aufs Mini­mum beschränkt. Hin­zu kommt, zwi­schen Ein­gang und Auf­zug ein­ge­zwängt, die wohl engs­te Lob­by der Welt. Ja, selbst für eine klei­ne Bar mit Alko­hol­aus­schank hat es inzwi­schen Platz. Ziel ist es, dass man sich in die­ser rie­si­gen Aus­wahl an Büchern ver­liert und am Abend schliess­lich mit einem Buch in der Hand ein­schläft. Die Prei­se belau­fen sich zwi­schen 3800 und 4800 Yen (27 bis 35 Euro) pro Nacht. Aus­ser­dem gibt es auch für 1500 Yen die Mög­lich­keit, sich tags­über in der Biblio­thek auf­zu­hal­ten ohne im Hotel über­nach­ten zu müssen.

Zwei Neu­eröff­nun­gen in zwei Jahren

Das Kon­zept ist inzwi­schen so erfolg­reich, dass es zwei Jah­re nach der Eröff­nung bereits drei Book and Bed Tokyo-Hotels in Japan gibt. Ein Able­ger befin­det sich in Kyo­to, ein wei­te­rer wur­de im April die­ses Jah­res in Fuku­o­ka eröffnet. 

In Japan sind in den letz­ten Jah­ren zahl­rei­che güns­ti­ge und zugleich moder­ne Unter­künf­te ent­stan­den. Hier gibt es eine wei­te­re Aus­wahl krea­ti­ver Kap­sel­ho­tels.

Foto: bookan​dbed​tokyo​.comZwi­schen den Bücher­re­ga­len einschlafen.
Foto: bookan​dbed​tokyo​.comIm Hotel der Bücher.
Foto: bookan​dbed​tokyo​.comÜber 3000 Bücher ste­hen zur Auswahl.
Foto: bookan​dbed​tokyo​.comWie in einem Kap­sel-Hotel: So sieht es in einem Bett­ab­teil aus.