Foto: flickr / isto­le­thetvIn einem Super­markt in Tokio.

Grün­tee, Wagyu, Luxus­früch­te, Soba, Udon, Süs­sig­kei­ten, Miso, Whis­ky, Sake, Fisch­pro­duk­te oder ganz ein­fach Reis: Das Ess-Para­dies Japan hat so eini­ge kuli­na­ri­sche Pro­duk­te anzu­bie­ten. 2015 ver­kauf­te das Land gemäss Japan Times Lebens­mit­tel im Wert von 745 Mil­li­ar­den Yen (5,7 Mia Euro) ins Aus­land (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Das war ein neu­er Rekord. Gleich­zei­tig ent­spricht dies nur gera­de mal 1 Pro­zent des japa­ni­schen Gesamt­ex­ports. Ein Vier­tel davon wird allei­ne nach Hong­kong verkauft.

Es steckt also noch viel Wachs­tums­po­ten­ti­al in die­sem Bereich. Der öffent­lich-pri­va­te Cool Japan Fund, der Risi­ko­ka­pi­tel zur Ver­brei­tung der japa­ni­schen Kul­tur und Pro­duk­te bereit­stellt, inves­tiert hier­für gross in Euro­pa, wie Jiji News berich­tet. In den kom­men­den Jah­ren sol­len meh­re­re gros­se Food-Märk­te ent­ste­hen, die japa­ni­sche Restau­rants, Lebens­mit­tel und Pro­duk­te anbie­ten. Vor­bild hier­für sind die inzwi­schen welt­weit ver­brei­te­ten Eata­ly-Filia­len, die sich ganz auf den Ver­kauf ita­lie­ni­scher Kon­sum­gü­ter fokussieren.

Ichi­ba-Filia­len für Europa

Der ers­te Schritt wird in Lon­don gemacht. Im Früh­ling soll in der bri­ti­schen Haupt­stadt der neue Food-Markt Ichi­ba (dt. Markt­platz) ent­ste­hen, der Restau­rant-Zonen, Koch­kur­se, Lebens­mit­tel und sons­ti­ge japa­ni­sche Güter anbie­ten wird. Der Cool Japan Fund inves­tiert 3 Mil­lio­nen Pfund (3,4 Mio Euro) in die­ses Pro­jekt, das in Zusam­men­ar­beit mit Japan Cent­re Group ent­ste­hen wird. Letz­te­re Fir­ma besitzt heu­te schon japa­ni­sche Super­märk­te und Restau­rant in Lon­don. Dies soll erst der Anfang sein. Der Cool Japan Fund plant wei­te­re Ichi­ba-Filia­len in ande­ren euro­päi­schen Städ­ten. Die Orte sol­len zu Platt­for­men für den Absatz loka­ler japa­ni­scher Güter werden.