Online-Reser­va­ti­on für den Shinkansen

Foto: Masa­shi KatoEin High­light einer Japan-Rei­se: Die Fahrt im Shinkansen.

Bis­lang war es nicht mög­lich, im Aus­land eine Online-Reser­va­ti­on für eine Fahrt in einem Shink­an­sen oder in einem Express­zug in Japan zu täti­gen. Ent­spre­chen­de eng­lisch­spra­chi­ge Sei­ten such­te man ver­ge­bens. Doch all­mäh­lich ändert sich dies.

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Das neue Ange­bot von JR East

Seit Febru­ar 2017 bie­tet JR East auf der Web­site «JR-East Train Reser­va­ti­on» Online-Reser­va­tio­nen auf Eng­lisch an. Das Ange­bot hat jedoch eini­ge Ein­schrän­kun­gen. So kann man ledig­lich Reser­va­tio­nen in den Gebie­ten von JR East und JR Hok­kai­do täti­gen. So zum Bei­spiel bei­spiels­wei­se für den Hok­kai­do- (nach Hako­da­te), Toho­ku- (nach Shin-Aom­ori) und auch den Hoku­ri­ku-Shink­an­sen (nach Kana­za­wa), sowie für alle Express­zü­ge. Die belieb­te Toka­i­do-San­yo-Shink­an­sen-Stre­cke (von Tokio über Osa­ka nach Hakata/​Fukuoka) deckt die­ser Online-Dienst jedoch nicht ab.

Eine Fahr­ka­te ins Hotel schi­cken lassen

Eine Alter­na­ti­ve ist die Web­site Shink­an­sen-Ticket. Hier­mit kann man auf Eng­lisch Shink­an­sen-Fahr­kar­ten im Vor­aus bestel­len. Das zustän­di­ge Büro in Tokio über­nimmt gegen eine Gebühr die Arbeit und schickt dem Kun­den die phy­si­sche Fahr­kar­te direkt ins Aus­land oder ins Hotel in Japan.

Die neue Reservations-App

Ganz neu ist der­weil die App Smar­tEX, die am 30. Okto­ber 2017 star­tet. Damit kann man übers Smart­pho­ne Fahr­kar­ten und Sitz­plät­ze für die belieb­te Toka­i­do-San­yo-Shink­an­sen-Stre­cke reser­vie­ren. Abho­len kann man die Fahr­kar­te an einem Auto­ma­ten am Bahn­hof. Letz­te­rer Schritt ent­fällt, sofern man sei­ne kon­takt­lo­se Bahn­kar­ten wie Sui­ca oder Pas­mo über die App regis­triert. Ein Haken hat die­ser neue Online-Dienst jedoch: Smar­tEX wird vor­erst nur für Nut­zer aus den Län­dern USA, Aus­tra­li­en, Sin­ga­pur und Hong­kong zur Ver­fü­gung ste­hen. Das Ange­bot soll jedoch schritt­wei­se auf ande­re Län­der erwei­tert werden.

Reser­va­ti­on vor Ort

Noch gibt es für die japa­ni­schen Bahn­be­trei­ber bezüg­lich Online-Reser­va­tio­nen eini­ges zu tun. Auch eine Ver­ein­heit­lich der Diens­te für aus­län­di­sche Tou­ris­ten wäre wün­schens­wert. Für die Besit­zer eines Japan Rail Pass emp­fiehlt sich daher wei­ter­hin, eine kos­ten­lo­se Sitz­platz-Reser­va­ti­on vor Ort zu täti­gen. Die JR-Bahn­schal­ter im gan­zen Land bie­ten die­se Dienst­leis­tung für jeg­li­chen Zeit­punkt inner­halb der Gül­tig­keits­pe­ri­ode des Japan Rail Pass an. Soll­te man ein­mal kei­ne Reser­va­ti­on täti­gen, ist dies nicht wei­ter schlimm. Fast alle Shink­an­sen und Express­zü­ge bie­ten «Non-reser­ved seats»-Wagen an.

Übri­gens lohnt es sich nicht immer, einen Japan Rail Pass zu kau­fen, der mitt­ler­wei­le auch in Japan sel­ber erhält­lich ist. Grund­sätz­lich gilt: Fährt man 2 bis 3 län­ge­re Shink­an­sen-Stre­cken, macht ein Kauf Sinn. Anhand der eng­lisch­spra­chi­gen Online-Fahr­plä­ne Navi­ti­me Tra­vel und Hyper­dia kann man die Fahr­kar­ten-Prei­se der gesam­ten Rei­se im Vor­aus errechnen.

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