Mini­ma­lis­tisch wohnen

Bild: muji​.comMini­ma­lis­tisch woh­nen: Das Muji Hut.

Die japa­ni­sche Life­style-Ket­­te Muji hat sich mit ihren mar­ken­frei­en, funk­tio­na­len und mini­ma­lis­tisch gestal­te­ten Pro­duk­ten welt­weit einen Namen gemacht. Mit Muji Hou­se bie­tet das Unter­neh­men auch stil­vol­le Fer­tig­häu­ser zu güns­ti­gen Prei­sen an.

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2015 begann das Unter­neh­men, das mini­ma­lis­ti­sche Wohn­kon­zept noch ein­mal zu ver­fei­nern. An der Mes­se Design Touch im Kauf­haus­kom­plex Tokyo Mid­town in Rop­pon­gi stellt es drei ver­schie­de­ne Pro­to­ty­pen eines Mikro­hau­ses vor (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Dabei ent­stan­den vor­fa­bri­zier­ten Häus­chen, die sich aufs Wesent­li­che beschrän­ken und den­noch eine gemüt­li­che Ele­ganz aus­strah­len. Die Idee dahin­ter war, den Japa­nern erschwing­li­che Wochen­end­hüt­ten auf dem Land anbie­ten zu kön­nen, die sich ganz dem Design und der Nach­hal­tig­keit verschreiben.

Zwei Jah­re spä­ter ist nun das ers­te Muji Hut für den Markt fer­tig­ge­stellt. Es han­delt sich um ein Holz­häus­chen mit 9 Qua­drat­me­tern Flä­che. Selbst eine Mini-Veran­da besitzt die Hüt­te. Die Holz­fas­sa­de ist mit der soge­nann­ten Yaki­su­gi-Tech­nik bear­bei­tet. Dabei wird die Ober­flä­che sanft ver­kohlt, um die­se vor Was­ser, Feuch­tig­keit, Feu­er und Insek­ten­be­fall zu schüt­zen. Was­ser­an­schluss bie­tet das Häus­chen nicht. Man kann es aber mit Strom­an­schluss, Iso­la­ti­on, Lich­tern und Kli­ma­an­la­ge aufrüsten.

Die ers­ten Hüt­ten stehen

Die ers­ten Muji Huts sind im Früh­ling 2017 auf einem alten Schul­ge­län­de in der Prä­fek­tur Chi­ba ent­stan­den. Die alte Infra­struk­tur wur­de dabei lie­be­voll zu Arbeits­räu­men, Gäs­te­zim­mern, einem Restau­rant, einer Gemein­schafts­kü­che, Toi­let­ten und Duschen umfunk­tio­niert. Auf dem Are­al sel­ber ste­hen nun meh­re­re Muji-Hüt­ten, die man kau­fen kann. Für jedes Häus­chen gibt es auch einen klei­nen Gar­ten. Es ist ein Bei­spiel dafür, wie man die­ses mini­ma­lis­ti­sche Wohn­kon­zept umset­zen kann.

Seit die­sem Herbst ist die Muji-Hüt­te nun auch für alle käuf­lich. Die mini­ma­len Kos­ten für das Haus und den Bau belau­fen sich auf 3 Mil­lio­nen Yen. Ange­bo­ten wird der Bau eines sol­chen Hau­ses der­zeit haupt­säch­lich in den Prä­fek­tu­ren rund um Tokio. Fürs Aus­land ist das Muji Hut lei­der noch nicht erhältlich.

Bild: muji​.com9 Qua­drat­me­ter Wohn­flä­che: Das Muji Hut im Innern.
Bild: muji​.comEin klei­ner gemüt­li­cher Wohnbereich.
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