Foto: wiki­me­dia / Yasu (トーク)Die Wun­der­kie­fer von Riku­zent­aka­ta auf einem Foto von 2015.

270 Jah­re alt war die Kie­fer von Riku­zent­aka­ta. Als ein­zi­ger der 70’000 Bäu­me des eins­ti­gen Taka­­ta-Mat­­sub­­a­­ra-Wal­­des an der Küs­te der Prä­fek­tur Iwa­te hielt er dem gewal­ti­gen Tsu­na­mi vom 11. März 2011 stand. Die 25 Meter hohe «Wun­der­kie­fer», wie man sie nann­te («Kise­ki no Ippon­matsu»), wur­de zu einem Sym­bol der Hoff­nung (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Letzt­end­lich wur­de aber auch die­se Kie­fer zu einem Opfer des Tsu­na­mis. Die Wur­zeln waren durch das in den Boden gesi­cker­te Salz­was­ser kom­plett ver­fault. Schliess­lich ent­schied man sich für den Erhalt des Bau­mes (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

In 5 Stü­cke wur­de der Baum­stamm zer­legt, aus­ge­höhlt und mit Kon­ser­vie­rungs­mit­teln ver­se­hen. Ein Kar­bon­pfahl im Innern des Baum­stam­mes sorg­te fort­an für den siche­ren Halt der 27 Meter hohen Wun­der­kie­fer. Der obe­re Teil mit den Ästen und Blät­tern, die aus Plas­tik geformt wur­den, wur­den als wei­te­ren sepa­ra­ten Teil dem Baum­stamm auf­ge­setzt (Asi­en­spie­gel berich­te­te). 150 Mil­lio­nen Yen kos­te­te der Erhalt der Wun­der­kie­fer, die als Tou­ris­ten­ma­gnet zum bis heu­te andau­ern­den Wie­der­auf­bau der fast kom­plett zer­stör­ten Fischer­stadt bei­tra­gen sollte. 

Das letz­te Kapitel

6 Jah­re und 9 Mona­te nach der Kata­stro­phe hat man sich nun aber schwe­ren Her­zens ent­schie­den, die Wun­der­kie­fer zu ent­fer­nen, wie NHK News berich­te­te. Zu auf­wen­dig war die Kon­ser­vie­rung. Vor allem aber soll sie Platz für einen neu­en Wald machen, der zusam­men mit der neu gebau­ten Küs­ten­mau­er Schutz vor einem künf­ti­gen Tsu­na­mi bie­ten soll. In einer Zere­mo­nie ver­ab­schie­de­te sich die Stadt letz­te Woche von der Kie­fer bevor sie gefällt wurde.