Foto: flickr / IQRe­mixEine Taxi­fahrt durch Akihabara.

«Bei der­art guten öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln sind Taxis wäh­rend einer Japan-Rei­se unnö­tig», «Und aus­ser­dem sind die Taxi-Prei­se viel zu hoch», «Wenn es noch zu einem Stau kommt, dann kann eine Fahrt so rich­tig ins Geld gehen»: Dies ist, ein­fach zusam­men­ge­fasst, die Mei­nung vie­ler aus­län­di­scher Tou­ris­ten. Auf das Taxi kann man – aus­ser in Not­fäl­len – ver­zich­ten. In der Bran­che ist man sich die­ses Pro­blems bewusst. 

Daher arbei­tet das Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um seit eini­ger Zeit inten­siv dar­an, die Taxis auch für aus­län­di­sche Tou­ris­ten attrak­ti­ver zu machen. Die umfang­reichs­te Ände­rung steht schon bald bevor. Künf­tig soll es mög­lich sein, über eine Taxi-App einen Pau­schal­preis für eine Stre­cke nach­zu­fra­gen. Stimmt man die­sem zu, dann ist dies der Pau­schal­preis für die gesam­te Taxi­fahrt, unab­hän­gig davon, ob das Taxi einen Umweg fährt oder im Stau ste­cken bleibt. Somit sol­len Unsi­cher­hei­ten bezüg­lich des Prei­ses der Ver­gan­gen­heit angehören.

Das Sys­tem wur­de zwi­schen August und Okto­ber 2017 erfolg­reich getes­tet. Über 4000 Taxis nah­men in Tokio am Test teil. 7879 Mal wur­de das Pau­schal­preis-Sys­tem in Anspruch genom­men. 67 Pro­zent der Nut­zer zeig­ten sich damit zufrie­den. Man sei so die Preis­sor­gen los. Aus­ser­dem sei es gera­de bei unbe­kann­ten Stre­cken äus­serst nütz­lich. Das Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um hofft, dass so auch aus­län­di­sche Tou­ris­ten ver­mehrt auf das Taxi als Ver­kehrs­mit­tel set­zen wer­den. Noch ist der genau Zeit­punkt der Ein­füh­rung des Pau­schal­preis-Sys­tems nicht bekannt. Man will aber schon bald starten. 

Taxi-Apps in Japan

Ange­bo­ten wird die­ser Dienst über die gän­gi­gen Taxi-Apps. Dazu gehört auch der gröss­te Anbie­ter Japan­Ta­xi. Bereits heu­te kann man mit die­ser App, die auch auf Eng­lisch ange­bo­ten wird, den unge­fäh­ren Fahr­preis errech­nen, eine Reser­va­ti­on täti­gen und bar­geld­los bezah­len, wenn man die Kre­dit­kar­te zuvor regis­triert hat. Aus­ser­dem bie­tet die App auch einen Pau­schal­preis für eine Fahrt zum Flug­ha­fen an (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Bereits in die­sem Jahr hat das Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um die Min­dest­fahr­preis für alle 23 Tokio­ter Stadt­be­zir­ke um 300 Yen gesenkt. Seit­her kos­tet der ers­te Kilo­me­ter zwi­schen 380 und 430 Yen. Für alle wei­te­re 237 Meter wer­den 80 Yen fäl­lig. Mit die­ser Mass­nah­me sol­len die Taxis für die Kurz­di­stan­zen kon­kur­renz­fä­hi­ger wer­den (Asi­en­spie­gel berich­te­te).