Bild: Japan Meteo­ro­lo­gi­cal Cor­po­ra­ti­onDie ers­te Pro­gno­se für die Kirschblüte.

Noch ist es tie­fer Win­ter in Japan. Gan­ze Regio­nen am Japa­ni­schen Meer und im Nor­den des Lan­des kämp­fen mit Schnee und Käl­te. Selbst Tokio hat­te sei­nen ers­ten gros­sen Win­ter­tag des Jah­res (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Umso grös­ser mag für vie­le die Sehn­sucht nach dem erlö­sen­den Früh­ling sein. Denn bereits am 19. Janu­ar hat die Japan Meteo­ro­lo­gi­cal Cor­po­ra­ti­on die ers­te Kirsch­blü­ten-Vor­her­sa­ge­kar­te für die­ses Jahr publi­ziert (sie­he Kar­te oben).

Dem­nach könn­te in eini­gen Regio­nen alles etwas schnel­ler gehen als gewöhn­lich. So wird die ers­te Blü­te der Somei-Yoshi­no-Kirsch­bäu­me für Tokio bereits am 18. März erwar­tet. Das sind acht Tage frü­her als in einem Durch­schnitts­jahr. Die vol­le Blü­te in der Haupt­stadt wäre dann schon am 26. März zu sehen. Kurz dar­auf wer­den die Süd­in­sel Kyus­hu (zwi­schen 19. und 22. März) sowie die Prä­fek­tur Kochi (20. März) auf der kleins­ten Haupt­in­sel Shi­ko­ku fol­gen. In Kyo­to wird die ers­te Blü­te vor­aus­sicht­lich am 26. März zu sehen sein. Rich­tig schön wird es in der alten Kai­ser­stadt um den 4. April her­um. Hier fin­det man eine voll­stän­di­ge eng­lisch­spra­chi­ge Über­sicht.

Die Faust­re­gel

Die ers­te Pro­gno­se ist jedoch stets mit Vor­sicht zu betrach­ten. Kurz­fris­ti­ge Wet­ter­ka­prio­len kön­nen zu einer Ände­rung der Vor­her­sa­gen füh­ren. Die Kar­te unten zeigt, dass die Feh­ler­mar­ge der ers­ten Pro­gno­se im ver­gan­ge­nen Jahr zwi­schen 1 und 6 Tagen lag. Und den­noch sind vie­le Vor­her­sa­gen über­ra­schend prä­zi­se. Für Tokio pro­gnos­ti­zier­te man bei­spiels­wei­se den 22. März. Die ers­te Blü­te war schliess­lich einen Tag frü­her zu sehen. In Kyo­to hat­te man sich jedoch um 4 Tage ver­schätzt. Ab Febru­ar wer­den die Aktua­li­sie­run­gen der Pro­gno­se-Kar­ten in immer kür­ze­ren Abstän­den publiziert. 

Grund­sätz­lich gilt fol­gen­de Faust­re­gel: Reist man Ende März und Anfang April nach Japan, soll­te man sich am bes­ten auf der Pazi­fik­sei­te zwi­schen der Süd­in­sel Kyus­hu und Tokio auf­hal­ten, um die Kirsch­blü­ten nicht zu ver­pas­sen. Für Rei­sen­de, die ab dem 10. April her­um unter­wegs sind, bie­ten sich die Hoku­­ri­ku-Regi­on um Kana­za­wa am Japa­ni­schen Meer oder der Nor­den der Haupt­in­sel Hons­hu an.

Bild: Japan Meteo­ro­lo­gi­cal Cor­po­ra­ti­onUm so vie­le Tage lag man bei der ers­ten Pro­gno­se 2017 daneben.
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