Mys­te­riö­se Lich­ter über Japan

Über der japa­ni­schen Süd­in­sel Kyus­hu war ges­tern am frü­hen Mor­gen am Him­mel ein mys­te­riö­ses far­bi­ges Licht­spiel am Him­mel zu beob­ach­ten, die an eine Abwand­lung der Nord­lich­ter erin­ner­te. Zahl­rei­che Men­schen hiel­ten das fas­zi­nie­ren­de Phä­no­men foto­gra­fisch fest (sie­he Tweets unten). Das Rät­sel war schnell geklärt. Beim Wol­ken­spiel han­del­te es sich um gefro­re­ne Spu­ren des Ver­bren­nungs­ga­ses einer Epsi­lon-3-Rake­te, wie NHK News berich­te­te. Die­se hob am 18. Janu­ar um 6:06 Uhr vom Welt­raum­bahn­hof Uchi­nou­ra Space Cen­ter ab. 30 Minu­ten spä­ter war das himm­li­sche Far­ben­spiel über dem Süden Japans zu sehen. Ein kla­rer Him­mel sowie der Zeit­punkt des Starts in der Mor­gen­däm­me­rung mach­ten die­ses Rake­ten­wol­ken-Phä­no­men über­haupt möglich. 

Die Epsi­lon-Rake­te Num­mer 3 hat der­weil ihre Mis­si­on erfolg­reich erfüllt, wie die Yomi­uri Shim­bun berich­te­te. Nur 52 Minu­ten nach dem Start konn­te sie den Erd­be­ob­ach­tungs­sa­tel­li­ten des Typen ASNA­RO-2 erfolg­reich in die Erd­um­lauf­bahn beför­dern. Die­ser ist Teil eines neu­en Satel­li­ten­sys­tems, das hoch­auf­lö­sen­de Bil­der von der Erde lie­fern wird. Bis zu 1 Meter lan­ge Boden­ob­jek­te kann der Satel­lit, der vom Elek­tro­nik­kon­zern NEC ent­wi­ckelt wur­de, erken­nen. Die Tech­no­lo­gie soll ins­be­son­de­re bei Natur­ka­ta­stro­phen zu einer gros­sen Hil­fe wer­den. Die Epsi­lon-Rake­te ist eine japa­ni­sche Ent­wick­lung, die zuvor erst zwei Mal, 2013 und 2016, zum Ein­satz kam. Ihr gros­ser Vor­teil: Sie ist nur halb so lang und teu­er wie die kon­ven­tio­nel­le japa­ni­sche H-2A-Rakete. 

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Japan zwei Weltraumbahnhöfe

Japan ist nach den USA und Russ­land die Nati­on, die sich schon am längs­ten mit der Raum­fahrt beschäf­tigt. Gleich zwei Welt­raum­bahn­hö­fe besitzt das Land. Die ältes­te Anla­ge, das Uchi­nou­ra Space Cen­ter, wur­de 1962 gebaut und liegt im Süden der Prä­fek­tur Kago­shi­ma auf Kyus­hu. Der Bahn­hof wird vor allem für den Trans­port wis­sen­schaft­li­cher Satel­li­ten ver­wen­det. Der grös­se­re und weit­aus wich­ti­ge­re Welt­raum­bahn­hof liegt noch etwas wei­ter süd­lich auf der Insel Tane­ga­shi­ma, die eben­falls zur Prä­fek­tur Kago­shi­ma gehört und die Nach­bar­in­sel der tou­ris­tisch belieb­ten Insel Yakushi­ma ist (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

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