Foto: JTB CorpDie Insel Tate­ba­ji­ma kann man mieten.

Eine unbe­wohn­te Insel für sich mie­ten und dies zu einem ver­gleichs­wei­se güns­ti­gen Preis: Die­se Ange­bot bie­tet der Rei­se­an­bie­ter JTB in der japa­ni­schen Seto-Inland­see an. Tate­ba­ji­ma nennt sich die ver­las­se­ne Insel, die sich in der Nähe der berühm­ten Kunst­in­seln Nao­s­hi­ma und Teshi­ma befin­det (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Wegen ihrer Form hat sie den Über­na­men «Kuji­ra-Jima», die «Wal-Insel», erhal­ten. Sie hat einen Umkreis von 2 Kilo­me­tern, bie­tet einen Sand­strand, Cam­ping- und Bar­be­cue-Gele­gen­hei­ten sowie einen Strom­ge­ne­ra­tor, eine Out­door-Küche und ein Haus mit Toi­let­te und Dusche. Mit dem Kajak kann man Tate­ba­ji­ma in rund 20 Minu­ten umrunden. 

Die Kos­ten für eine Nacht und zwei vol­le Tage auf der Insel betra­gen gera­de mal 21’600 Yen pro Per­son (rund 160 Euro). Es muss sich jedoch um eine Grup­pe von 4 bis 80 Per­so­nen han­deln. Am Wochen­en­de müs­sen es min­des­tens 6 Per­so­nen sein. Die 30-minü­ti­ge Schiffs­fahrt nach Tate­ba­ji­ma ist im Preis inbe­grif­fen. Ein Zelt wird eben­falls zur Ver­fü­gung gestellt. Schlaf­sack und Lebens­mit­tel muss man jedoch sel­ber mit­neh­men. Die Insel wird jeweils nur an eine ein­zi­ge Grup­pe ver­mie­tet. Es gibt auch die Mög­lich­keit, am sel­ben Tag wie­der auf die Haupt­in­sel zurück­zu­keh­ren. In die­sem Fall kos­tet der Auf­ent­halt nur onch 10’800 Yen (rund 80 Euro). Reser­va­tio­nen wer­den bereits ent­ge­gen­ge­nom­men. Am 28. April wird die Sai­son eröffnet. 

Die Insel­mie­te wird zum Trend

Ein paar Tage auf einer klei­nen unbe­wohn­te Inseln zu ver­brin­gen, scheint in Japan im Trend zu lie­gen. So gibt es bei­spiels­wei­se in der Nähe von Naga­sa­ki die Insel Tashi­ma, die noch bis Ende der 1970er-Jah­re bewohnt war. Seit 2013 wer­den dort Gäs­te emp­fan­gen (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Nicht all­zu weit weg von Tokio gab es aus­ser­dem auch schon die Mög­lich­keit in den Win­ter­mo­na­ten die Insel Sarushi­ma, die einst eine wich­ti­ge Fes­tungs­an­la­ge war, zu mie­ten (Asi­en­spie­gel berich­te­te).