Bild: prti​mes​.jpDas Smart­pho­ne stellt auch zahl­rei­che loka­le Infos zur Verfügung.

Stel­len Sie sich vor, Sie erhal­ten als Tou­rist in Japan ein Smart­pho­ne für drei Tage, mit dem sie kos­ten­los sur­fen und tele­fo­nie­ren dür­fen. Genau dies bie­tet die Prä­fek­tur Kana­ga­wa ihren Gäs­ten an, wie die Nik­kei Shim­bun berich­tet. Ver­füg­bar ist die­ser Leih­ser­vice schon bald in den Tou­ris­mus­bü­ros in Yoko­ha­ma, Kama­ku­ra und Hakone. 

Den Gäs­ten wird dabei ein Smart­pho­ne der Mar­ke Sharp aus­ge­lie­hen. Die­ses ent­hält zahl­rei­che nütz­li­che Infor­ma­tio­nen über die Prä­fek­tur. Auch spe­zi­el­le Ange­bo­te für Sehens­wür­dig­kei­ten und Hotels sowie ein Info-Ser­vice gehö­ren dazu. Aus­ser­dem darf der Kun­de gra­tis im Inland und in 10 aus­ge­wähl­te Län­der tele­fo­nie­ren. Der Inter­net­zu­gang ist eben­falls kos­ten­los. Man darf sei­ne Lieb­lings-Apps her­un­ter­la­den und die sozia­len Medi­en frei nut­zen. Nach maxi­mal drei Tagen muss man das Smart­pho­ne wie­der zurück­ge­ben. Die Prä­fek­tur arbei­tet hier­für mit der Fir­ma han­dy zusam­men, die die­sen Ser­vice bereits in Zusam­men­ar­beit mit Hotels anbietet.

Eine Win-Win-Situa­ti­on

Dass eine Prä­fek­tur die­ses Ange­bot macht, ist der­weil eine Pre­mie­re in Japan. Die Idee dahin­ter ist ein­fach. Kana­ga­wa kann so den Gäs­ten ein attrak­ti­ves Geschenk machen, in der Hoff­nung, dass man so noch ein paar Tage mehr in der Regi­on ver­bringt anstatt ins nahe Tokio zurück­zu­rei­sen. Im Gegen­zug darf sich die Tou­rimus­be­hör­de die ange­sam­mel­ten Daten, wie zum Bei­spiel die Auf­ent­halts­or­te, zunut­ze machen, um das Ver­hal­ten und die Inter­es­sen der Rei­sen­den bes­ser zu ver­ste­hen. Die­se Infor­ma­tio­nen sol­len hel­fen, die loka­len tou­ris­ti­schen Dienst­leis­tun­gen zu ver­bes­sern. Zunächst han­delt es sich um eine Test­pha­se, die von Mit­te Febru­ar bis Ende März andau­ern wird. Die Prä­fek­tur hofft, den Ser­vice ab April im gros­sen Rah­men ein­füh­ren zu können.