Foto: mito​ko​u​mon​.comDer Kora­ku­en in Ibaraki.

Bei aller Lie­be zur Kirsch­blü­te: Ger­ne geht ver­ges­sen, dass auch die Pflau­men­blü­te in Japan seit jeher einen hohen Stel­len­wert geniesst. Ume nen­nen die Japa­ner ihren Pflau­men­baum. Sei­ne Blü­ten, die weiss bis dun­kel­ro­sa gefärbt sind, mar­kie­ren im Febru­ar und März den Über­gang vom Win­ter zum Früh­ling. Im 8. Jahr­hun­dert soll die Blu­men­schau Hana­mi sogar mehr­heit­lich noch unter den Pflaum­enb­lü­ten gefei­ert wor­den sein. In der Hei­an-Zeit (794 bis 1185) begann schliess­lich der Sie­ges­zug der Kirschblüten. 

Ume ist aber ein fes­ter Bestand­teil des japa­ni­schen All­tags geblie­ben. In Japan gibt es zahl­rei­che Schrein- und Tem­pel­fes­te, die sich ganz den blü­hen­den Pflau­men­bäu­men wid­men. Aus­ser­dem sind die in Salz ein­ge­leg­te sau­re Pflau­me, Umebo­shi genannt, oder auch der Pflau­men­wein Umes­hu zwei Klas­si­ker der japa­ni­schen Küche. 

3000 Pflau­men­bäu­me in Mito

Einer der schöns­ten Orte für die Pflau­men­blü­te ist der Kai­ra­ku­en in Mito in der Prä­fek­tur Iba­ra­ki (Tweet oben). Der Land­schafts­gar­ten gehört neben dem Kōra­ku­en in Oka­y­a­ma und dem Ken­ro­ku­en in Kana­za­wa zu den schöns­ten des Lan­des (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Ins­ge­samt 3000 Pflau­men­bäu­me, dar­un­ter 100 ver­schie­de­ne Sor­ten, ste­hen in die­sem Park. Zur­zeit haben fast alle Bäu­me die vol­le Blü­te erreicht. Gefei­ert wird die­ses Ereig­nis seit über 150 Jah­ren mit dem Mito-Pflau­men­blü­ten-Fes­ti­val, das die­ses Jahr bis 31. März andau­ert. Im nahe gele­ge­nen Kōdō­kan-Park gibt es eben­falls 520 Ume-Bäu­me zu sehen. Der Mount Tsuku­ba mit sei­nen 1000 Pflau­men­bäu­men ist auch nicht weit weg (Tweet unten). Tokio ist übri­gens ganz in der Nähe. Gera­de mal 70 Minu­ten dau­ert die Bahn­fahrt von der Haupt­stadt nach Mito. 

Pflau­men­blü­ten in Tokio

Auch in der japa­ni­schen Haupt­stadt kommt man auf sei­ne Kos­ten. Im Land­schafts­gar­ten Koshi­ka­wa Kōra­ku­en fin­det sogar all­jähr­lich im Febru­ar ein Pflau­men­blü­ten-Fes­ti­val statt. Im klei­nen Hane­gi-Park ste­hen der­weil 700 Pflaumenbäume. 

Pflau­men­blü­ten bei Nagoya

In der Prä­fek­tur Mie gibt seit 2014 einen neu­en Anzie­hungs­punkt für die Fans der Ume-Blü­ten­blät­ter. Im klei­nen Suzu­ka Forest Gar­den unweit von Nago­ya gibt es 200 Pflau­men­bäu­me. Von Mit­te Febru­ar bis Ende März wird die­ser Park eigens für den Besuch der Pflau­men­blü­ten geöffnet. 

Pflau­men­blü­ten in Kyo­to und Fukuoka

In Kyo­to ist der Anzie­hungs­punkt im März der Kita­no-Ten­man­gu-Schrein (Tweet oben). Gleich 2000 Ume-Bäu­me gibt es hier zu bewun­dern. Und noch mehr Pflau­men­blü­ten gibt es auf der Süd­in­sel Kyus­hu. Im Ten­man­gu-Schrein in Dazai­fu in der Nähe von Fuku­o­ka (Tweet unten) ste­hen gleich 6000 japa­ni­sche Pflaumenbäume.