Im Kimo­no Japan entdecken

Im Bambuswald von Arashiyama.
Im Bam­bus­wald von Ara­shiy­a­ma. Foto: flickr / Micha­el Mortola

Lan­ge wur­de der Kimo­no fast nur noch bei offi­zi­el­len Anläs­sen oder bei Fest­lich­kei­ten getra­gen. Nun aber ist Japans tra­di­tio­nel­le Klei­dung wie­der in Mode – dank Insta­gram, Twit­ter und Face­book: Immer mehr jun­ge Frau­en in Grup­pen oder auch Paa­re spa­zie­ren dabei in einem Kimo­no oder einem far­ben­fro­hen Yuka­ta, einem leich­ten Som­merki­mo­no, durch eine tou­ris­ti­sche Ort­schaft, schies­sen Sel­fies und las­sen sich gemein­sam mit ande­ren Tou­ris­ten foto­gra­fie­ren lassen. 

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Die Kimo­nos kön­nen jeweils vor Ort für ein paar Stun­den gemie­tet wer­den. Der Markt boomt. Allei­ne in Kyo­to gibt es über 200 Läden, die die­se Dienst­leis­tung anbie­ten (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Es gibt auch Geschäf­te, die gleich noch ein pro­fes­sio­nel­les Foto-Shoo­ting mit dem rich­ti­gen Make-up und Hin­ter­grund anbieten. 

Idea­le Orte für einen Tag im Kimono

Für den per­fek­ten Kimo­no-Spa­zier­gang braucht es natür­lich auch die rich­ti­ge his­to­ri­sche Sze­ne­rie. Eini­ge Städ­te in Japan haben sich daher zu regel­rech­ten Anzie­hungs­punk­ten für den Kimo­no-Tou­ris­mus ent­wi­ckelt. Hier eine Auswahl:

1 Kyo­to

Im Kimono durch Kyoto.
Im Kimo­no durch Kyo­to. Foto: flickr / Jee­na Paradies

Die alte Kai­ser­stadt mit ihren 1600 Tem­pel­an­la­gen und his­to­ri­schen Vier­tel ist der Klas­si­ker. Das Gei­sha-Vier­tel Gion, das Gebiet rund um den Kiyo­mi­zu-Tem­pel oder der Bam­bus­wald in Ara­shiy­a­ma sind belieb­te Spots (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

2 Kana­za­wa

Im Kimono durch Kanazawa.
Im Kimo­no durch Kana­za­wa. Foto: flickr / Kyle Hasegawa

Das «Litt­le Kyo­to» am Japa­ni­schen Meer. In der Edo-Zeit gehör­te Kana­za­wa zu den wohl­ha­bends­ten Städ­ten. Im Zwei­ten Welt­krieg hat­te sie wie Kyo­to das Glück, von Bom­ben­an­grif­fen ver­schont zu blei­ben. Drei Tee­haus­vier­tel, ein Samu­rai-Vier­tel und die male­ri­sche Gar­ten­an­la­ge Ken­ro­ku­en bie­ten das idea­le Ambi­en­te für einen Kimo­no-Spa­zier­gang (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

3 Asa­ku­sa, Tokio

Die Nakamise-Dori in Asakusa, Tokio.
Die Naka­mi­se-Dori in Asa­ku­sa, Tokio. Foto: flickr / elminium

Ein Zen­trum der Kimo­no-Tou­ris­ten in der japa­ni­schen Haupt­stadt ist das his­to­ri­sche Vier­tel Asa­ku­sa mit der gos­sen Tem­pel­an­la­ge des Sen­sō-ji, wo sich die 250 Meter lan­ge his­to­ri­sche Naka­mi­se-Shop­ping-Stras­se befin­det (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

4 Kama­ku­ra

Der Hokokuji in Kamakura.
Der Hoko­ku­ji in Kama­ku­ra. Foto: flickr / Robert Montgomery

Die alte Haupt­stadt in der Nähe von Tokio ist bekannt für ihre vie­len Tem­pel und Schrei­ne. Das Wahr­zei­chen ist der Kōto­ku-in mit dem bron­ze­nen Bud­dha im Frei­en (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Für die Kimo­no-Spa­zier­gän­ger bie­tet ins­be­son­de­re der Tem­pel Hōko­ku-ji mit dem Bam­bus­wald eine per­fek­te Kulisse. 

5 Kawa­goe

Little Edo: Der historische Kern von Kawagoe.
Litt­le Edo: Der his­to­ri­sche Kern von Kawa­goe. Foto: flickr / u dou

Die Stadt in der Prä­fek­tur Saita­ma liegt nicht weit weg von Tokio. Sie trägt den Über­na­men «Klein-Edo», weil sie vie­le Gebäu­de, Tem­pel­an­la­gen und Stras­sen aus der Edo-Zeit (160 bis 1868) erhal­ten konn­te. Das alte Lager­haus-Vier­tel und der höl­zer­ne Glo­cken­turm gehö­ren zu den Wahr­zei­chen und zeu­gen vom eins­ti­gen Reich­tum der his­to­ri­schen Handelsstadt. 

6 Kits­uki

Die Klein­stadt Kits­uki in der Prä­fek­tur Oita auf der Süd­in­sel Kyus­hu geht sogar einen Schritt wei­ter. Sie setzt mit einem neu­en Wer­be­vi­deo ganz auf die Kimo­no-Tou­ris­ten. Die Stadt ist bekannt für ihre klei­ne Burg am Meer und die zwei gepflas­ter­ten Gas­sen im ehe­ma­li­gen Samu­rai-Vier­tel, die steil den Berg hoch­füh­ren. Suya no Saka heisst die­ser Hang. Wegen der spe­zi­el­len Topo­gra­phie spricht man auch von der «Sand­wich-Burg­stadt». In Kits­uki gibt es zudem vie­le herr­schaft­li­che Häu­ser, Mau­ern und Stras­sen­ab­schnit­te aus der Edo-Zeit. Die Prot­ago­nis­tin­nen im Wer­be­film sind übri­gens zwei aus­län­di­sche Besu­che­rin­nen. Denn die tra­di­tio­nel­le japa­ni­sche Klei­dung steht nicht nur bei den Japa­ne­rin­nen hoch im Kurs.

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