Foto: flickr / Tak H.Die Kirsch­blü­ten von Hiro­sa­ki in einer Auf­nah­me von 2017.

Die Kirsch­blü­ten­zeit begann in Japan die­ses Jahr unge­wöhn­lich früh, in Tokio bereits am 21. März (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Vie­ler­orts ist sie inzwi­schen schon seit eini­gen Wochen vor­bei. Noch gibt es aber die Mög­lich­keit, die­ses ver­gäng­lich-poe­ti­sche Natur­schau­spiel in Japan zu erle­ben. Denn im Nor­den des Lan­des hat die schöns­te Zeit des Jah­res erst gera­de begon­nen. Die Burg­an­la­ge von Hiro­sa­ki in der Prä­fek­tur Aom­ori ganz im Nor­den der Haupt­in­sel Hons­hu ist sogar einer der male­rischs­ten Kirsch­blü­ten-Orte in Japan.

Hier steht nicht nur eine der weni­gen erhal­te­nen ori­gi­na­len Burg­tür­me aus der Edo-Zeit (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Die dor­ti­ge Park­an­la­ge behei­ma­tet 2600 Kirsch­bäu­me, wovon mehr als 300 Bäu­me über 100 Jah­re alt sind. Man sagt, dass die dor­ti­gen Kirsch­blü­ten beson­ders dicht sind und eine kräf­ti­ge Far­be auf­wei­sen. Spe­zi­ell schön ist die nächt­lich aus­ge­leuch­te­te Sicht auf die Bäu­me beim west­li­chen Burg­gra­ben (sie­he Foto oben). 

Der Blü­ten­tep­pich im Burggraben

Seit ges­tern, 23. April, ist das rosa-weis­se Blü­ten­meer kom­plett, rund eine Woche frü­her als in einem Durch­schnitts­jahr (sie­he Tweets unten). Das Kirsch­blü­ten­fest in der Hiro­sa­ki-Burg­an­la­ge dau­ert aber noch bis zum 6. Mai. Ein beson­de­rer Höhe­punkt gibt es in der Spät­pha­se zu sehen, wenn die Blü­ten­blät­ter auf die Was­ser­ober­flä­che des Burg­gra­bens fal­len und so ein dich­ter rosa Blü­ten­tep­pich entsteht. 

Das ist aber noch nicht das Ende der Saku­ra-Zeit in Japan. Auf der Nord­in­sel Hok­kai­do steht sie erst noch bevor. In den Städ­ten Hako­da­te und Sap­po­ro wird die vol­le Blü­te für den 29. April erwar­tet.