Beim Dorf Iide in der Prä­fek­tur Yama­ga­ta ist der Pegel des Stau­sees Shira­ka­wa jeweils im Früh­ling so hoch, dass ein Wald­stück teil­wei­se über­schwemmt wird. Es ent­steht eine fas­zi­nie­ren­de Land­schaft, bei der sich die Bäu­me mit ihren grü­nen Blät­tern auf dem See spie­geln. Die Lokal­be­völ­ke­rung nennt ihn den «ver­sun­ke­nen Wald» (sui­bots­u­rin). Der Sui­bots­u­rin ist für sie nichts Neu­es. Der Stau­damm ist immer­hin seit 1981 in Betrieb. In den letz­ten fünf Jah­ren hat sich der ver­sun­ke­ne Wald jedoch über die Prä­fek­tur­gren­zen hin­aus zu einem Geheim­tipp ent­wi­ckelt, der immer mehr Hob­by­fo­to­gra­fen anlockt, wie die Kaho­ku Shim­pō berichtet. 

Mög­lich macht die­ses Phä­no­men das vie­le Schmelz­was­ser, das sich nach dem Win­ter im Stau­see von Shira­ka­wa ansam­melt, so dass eine grös­se­re Land­flä­che am Ufer vom Was­ser in Besitz genom­men wird. Der ver­sun­ke­ne Wald ist jeweils von Mit­te April bis Mit­te Mai zu sehen. Wenn das vie­le Was­ser schliess­lich für den Reis­an­bau frei­ge­ge­ben wird, sinkt der Pegel wie­der. Die Bäu­me am Ufer sind dann wie­der auf dem Trockenen.

Der Blaue Teich von Hokkaido

Ein ähn­li­ches fas­zi­nie­ren­des Phä­no­men fin­det man auf der Nord­in­sel Hok­kai­do vor. Dort hat es der Blaue Teich zu welt­wei­ter Bekannt­heit geschafft (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Denn seit der Ort zu einem offi­zi­el­len Hin­ter­grund­bild in den iMacs und Mac­Books gewor­den ist, besu­chen Men­schen aus allen Län­dern die­sen Teich mit dem inten­si­ven blau­en Was­ser und den ver­wit­ter­ten Bäu­men. Bei Wind­stil­le spie­gelt sich die gesam­te Land­schaft per­fekt im Was­ser (sie­he Video unten).

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