Die grü­ne Sei­te von Tokio

Foto: flickr / Taka­shi .MDer Rock Gar­den beim Mount Mitake.

Wol­ken­krat­zer aus Glas und Metall, rie­si­ge Wer­be­ta­feln, Neon-Rekla­men und unend­lich vie­le Men­schen: Tokio gilt als pul­sie­ren­de und facet­ten­rei­che Metro­po­le, die ulti­ma­ti­ve urba­ne Sei­te Japans. Was jedoch weni­ger bekannt ist: Die Haupt­stadt­re­gi­on hat auch eine grü­ne Sei­te. Man muss nicht weit rei­sen, um in die Natur ein­tau­chen zu kön­nen. Hier eini­ge Emp­feh­lun­gen des offi­zi­el­len Tou­ris­mus­por­tals Go Tokyo:

August 2020 – Die­ser Blog kann ohne die Unter­stüt­zung der Leser nicht über­le­ben. Mit einem frei­wil­li­gen Abo tra­gen Sie dazu bei, dass die­ses täg­li­che Stück Japan auch nach 11 Jah­ren wei­ter­exis­tiert – unab­hän­gig, kos­ten­los und frei von Goog­­le-Wer­bun­­gen. Herz­li­chen Dank! Ich blei­be täg­lich dran, bis die­se Kri­se über­stan­den ist und dar­über hinaus.

Der Berg Takao

Foto: Tokyo Con­ven­ti­on & Visi­tors BureauMount Takao im Herbst.

Seit mehr als 1200 Jah­ren pil­gern Japa­ner zum Berg Takao, der inner­halb einer Stun­de vom Bahn­hof Shin­juku erreich­bar ist. Ein Netz aus num­me­rier­ten Wan­der­we­gen führt über die Hän­ge des Bergs bis hin­auf auf den 599 Meter hohen Gip­fel. Die Wan­de­rung dau­ert zir­ka 90 Minu­ten – wer möch­te, kann die ers­te Hälf­te des Anstiegs auch per Seil­bahn und Ses­sel­lift zurück­le­gen. Der Auf­stieg lohnt sich, denn an kla­ren Tagen erwar­ten die Wan­de­rer vom Gip­fel aus impo­san­te Aus­bli­cke auf Tokio und den Berg Fuji. Beim Berg Takao fin­det man auch den Yakuō-in-Tem­pel, Was­ser­fäl­le, ein Affen­park sowie das Takao 599 Muse­um.

Eine Schlucht mit­ten in Tokio

Foto: Tokyo Con­ven­ti­on & Visi­tors BureauDas Todo­ro­ki-Val­ley mit­ten in Tokio.

Im Bezirk Setaga­ya fin­den Ruhe­su­chen­de eine ganz beson­de­re Oase – das Todo­ro­ki-Tal. Es ist das ein­zi­ge Tal mit­ten in Tokio und liegt nur weni­ge Geh­mi­nu­ten vom Bahn­hof Todo­ro­ki ent­fernt. Über eine Brü­cke gelan­gen Besu­cher zu einer Trep­pe, die hin­ab in eine fas­zi­nie­ren­de bewal­de­te Welt. Mit einer Tie­fe von bis zu 109 Metern lädt das Todo­ro­ki-Tal zu einem gemüt­li­chen Spa­zier­gang ent­lang des Yaza­wa-Flus­ses ein, der durch die einen Kilo­me­ter lan­ge Schlucht ver­läuft. Am Ende des Tals erwar­ten Besu­cher ein Was­ser­fall und der Todo­ro­ki-Fudō, ein Tem­pel aus der Heian-Zeit.

Tropf­stein­höh­len

Foto: wiki­me­diaDie Tropf­stein­höh­le von Nippara.

Wer an Tokio denkt, dem wer­den wohl kaum Tropf­stein­höh­len in den Sinn kom­men. Die natür­li­che Tropf­stein­höh­le von Nip­pa­ra ist mit 1,2 Kilo­me­tern Län­ge (davon 800 Meter begeh­bar) eine der gröss­ten ihrer Art in der Metro­pol­re­gi­on und hat eine Durch­schnitts­tem­pe­ra­tur von 11 Grad. 40 Minu­ten dau­ert ein Weg durch die­se küh­le Höh­le. Vom Bahn­hof Oku-Tama, der die End­sta­ti­on der JR-Ōme-Line bil­det, gelangt man mit dem Bus bis zur Tropfsteinhöhle. 

Der hei­li­ge Berg Mitake

Foto: wiki­me­dia / Ara­shiy­a­maBeim Mus­ahi-Mita­ke-Schrein auf dem Berg Mitake.

Eben­falls auf der JR-Ōme-Line erreicht man über eine Stand­seil­bahn den hei­li­gen Berg Mita­ke, wo sich auf dem Gip­fel die Schrein­an­la­ge Mus­a­shi-Mita­ke und etwas wei­ter unten ein klei­nes Dorf befin­den. Es ist ein idea­ler Aus­gangs­punkt für ver­schie­de­ne Wan­de­run­gen, die zu ver­schie­de­nen Was­ser­fäl­len oder sogar bis zum Gip­fel des Bergs Oda­ke führen.

River-Raf­ting auf dem Tama-Fluss

Foto: flickr / Guil­hem Vel­lutRiver-Raf­ting auf dem Tama-Fluss.

Wer das Was­ser nicht scheut und auf der Suche nach Aben­teu­ern ist, der soll­te sich einen Aus­flug zum Tama-Fluss nicht ent­ge­hen las­sen. Die Regi­on bei Ōme (Asi­en­spie­gel berich­te­te) bie­tet eine Fül­le an Out­door-Erleb­nis­sen: Von Wild­was­ser-Raf­ting über Can­yo­ning bis hin zu Kajak-Touren.

Der spe­zi­el­le Park

Foto: Asi­en­spie­gelCen­tral Park in Tokio: Rin­shi no Mori.

Der Rin­shi no Mori im Tokio­ter Stadt­teil Megu­ro zeich­net sich durch sei­ne dich­te Bewal­dung aus (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Die Bäu­me sind hier so hoch, dass sie den Besu­chern unge­wöhn­lich viel Schat­ten spen­den. In den heis­sen Som­mer­mo­na­ten ist dies der per­fek­te Ort, um sich ohne Kli­ma­an­la­ge etwas abzu­küh­len. Die Park­an­la­ge mit der Stein­brü­cke, den Base­ball-Fel­­dern und Bän­ken erin­nert fast ein wenig an eine Mini­ver­si­on des Cen­tral Parks in New York. Ursprüng­lich wur­de die­ser Park 1900 als Pflan­zen­schu­le und Expe­ri­men­tier­feld von der Land­wirt­schafts­be­hör­de betrie­ben. Die For­scher pflanz­ten hier meh­re­re hun­dert japa­ni­sche und aus­län­di­sche Baum­sor­ten an, um für Tokios Pär­ke und Stras­sen die geeig­ne­ten Exem­pla­re zu fin­den. 1989 wur­de der Park der Stadt übergeben.

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