Foto: wiki­me­dia / Sai­gen JiroDer Ben­tenya­ma in der Stadt Tokushima.

Im Süden der Stadt Tokushi­ma auf der Insel Shi­ko­ku befin­det sich der kleins­te natür­li­che Berg Japans: der Ben­tenya­ma. Die­ser ist exakt 6,1 Meter hoch. Die Anhö­he steht in einem land­wirt­schaft­li­chen Gebiet. Eine fast kreis­run­de Stras­se mar­kiert den Grund­riss die­ses bewal­de­ten Mini-Ber­ges, der sogar eine eige­ne Web­site besitzt. Am Fuss des Ben­tenya­ma steht ein rotes Torii. Ein asphal­tier­ter Weg mit einem Gelän­der und Trep­pen führt hoch zum Gip­fel, wo ein klei­ner Schrein steht. Der Auf­stieg dau­ert kei­ne Minute. 

Und wie es sich für einen Berg gehört, gibt es auch eine offi­zi­el­le Berg­stei­ger-Sai­son. Am 1. Juni wur­de zum 17. Mal deren Eröff­nung gefei­ert, wie die Mai­ni­chi Shim­bun berich­tet, inklu­si­ve Shin­to-Pries­ter und Mas­kott­chen. Der Ben­tenya­ma ist zugleich der sichers­te Berg Japans, auf dem es weder Unfäl­le noch Ver­miss­te gibt. 10‘000 Besu­cher zählt der Berg jähr­lich. Zwar gibt es in Osa­ka und Sen­dai noch tie­fe­re Anhö­hen, die als Ber­ge gekenn­zeich­net sind. In die­sen Fäl­len han­delt es sich jedoch um künst­li­che Erhöhungen. 

Der Fuji

Das kom­plet­te Gegen­teil des Ben­tenya­ma ist der­weil der Fuji, der mit 3776 Meter höchs­te Berg Japans. Hoku­sais Far­b­­hol­z­­schnitt-Serie «Die 36 Ansich­ten auf den Fuji» aus dem 19. Jahr­hun­dert mach­te den Berg welt­weit welt­be­rühmt und zum Wahr­zei­chen Japans schlecht­hin. Seit 2013 gehört der Fuji und sein pit­to­res­kes Umland sogar zum UNESCO-Welkulturerbe.