Das gest­ri­ge Erd­be­ben in Osa­ka führ­te zu zahl­rei­chen Ver­spä­tun­gen im öffent­li­chen Ver­kehr (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Auch der Tōkai­dō-Shink­an­sen (Asi­en­spie­gel berich­te­te) muss­te den Betrieb bis am Nach­mit­tag ein­stel­len. Es war zugleich der zwei­te län­ge­re Aus­fall hin­ter­ein­an­der auf dem japa­ni­schen Hoch­ge­schwin­dig­keits­netz. Denn bereits einen Tag zuvor kämpf­te der Tōho­ku-Shink­an­sen, der Tokio mit Aom­ori im Nor­den Japans ver­bin­det, mit Ver­spä­tun­gen, wie die Mai­ni­chi Shim­bun berich­te­te. Wegen eines mecha­ni­sches Pro­blems muss­te eine Wagen­kom­po­si­ti­on am Sonn­tag­mit­tag auf der Stre­cke anhal­ten, was zum Still­stand der gesam­ten Linie führte. 

Fast 6 Stun­den lief gar nichts mehr beim Tōho­ku-Shink­an­sen. Für die Pas­sa­gie­re bedeu­te­te dies, dass sie gedul­dig in den Bahn­hö­fen war­ten muss­ten. Man­che von ihnen nah­men es beson­ders locker. Eine Grup­pe älte­rer Män­ner setz­te sich im Bahn­hof Tokio auf den Bahn­steig und mach­te es sich gemüt­lich mit Sake, Bier, Geträn­ken und Snacks. Twit­ter-Nut­zer @Thrill_Junky mach­te ein Foto die­ser hei­te­ren Sze­ne. Über 100’000 Likes und 200’000 Ret­weets gab es dafür. 

Am ande­ren Ende der Tōho­ku-Stre­cke ver­trieb man sich die Zeit auf ganz ande­re Art und Wei­se. Eine High­school-Turn­grup­pe, die eben­falls auf den Zug war­te­te, leg­te auf dem Bahn­steig des Bahn­hofs Hachi­no­he in der Prä­fek­tur Aom­ori eine gym­nas­ti­sche Ein­la­ge für die Pas­sa­gie­re ein. Auch hier­für gab es viel Applaus und ganz vie­le Likes und Ret­weets auf Twitter.