Bild: jma​.go​.jpDie Gefah­ren­kar­te für Erdrutsche.

Japan ver­zeich­net die hef­tigs­ten Regen­fäl­len seit Jah­ren. Von Kago­shi­ma bis nach Kyo­to und Gifu haben die Regen­mas­sen Erd­rut­sche und Über­schwem­mun­gen aus­ge­löst. Die Wet­ter­be­hör­de muss­te zeit­wei­se für 8 Prä­fek­tu­ren gleich­zei­tig Regen- und Erd­rutsch-War­nun­gen her­aus­ge­ge­ben. Die Prä­fek­tu­ren Hiro­shi­ma auf der Haupt­in­sel Hons­hu und Ehi­me auf Shi­ko­ku hat es am stärks­ten erwischt. Die bei­den Regio­nen zäh­len am meis­ten Tote. Ins­ge­samt wur­den bis heu­te Sonn­tag gemäss NHK News min­des­tens 73 Tote, 7 Bewusst­lo­se und 63 Ver­miss­te gezählt. Die japa­ni­sche Regie­rung hat 48‘000 Ret­tungs­kräf­te in die Regio­nen ent­sandt. Bahn­be­trei­ber JR West muss­te zahl­rei­che Ver­bin­dun­gen einstellen. 

Bei sol­chen Natur­ka­ta­stro­phen berich­ten die japa­ni­schen Medi­en rund um die Uhr, War­nun­gen wer­den regel­mäs­sig aktua­li­siert. Auch Tou­ris­ten, die kein Japa­nisch spre­chen, kön­nen sich inzwi­schen gut infor­mie­ren. Die Web­site und die App von NHK World infor­mie­ren zuver­läs­sig über den aktu­el­len Stand. 

Noch wich­ti­ger ist die eng­lisch­spra­chi­ge Web­site der japa­ni­schen Wet­ter­be­hör­de JMA. Über die dor­ti­ge Warn­kar­te kann man die Regi­on ankli­cken, in der man sich gera­de befin­det. Hier­bei wird detail­liert über die Gefah­ren infor­miert (sie­he Bild unten). Die Eva­ku­ie­rungs­an­wei­sun­gen sind beson­ders zu beach­ten. Auch eine Kar­te, die über die Erd­rutsch­ge­fahr infor­miert, gibt es (sie­he Bild oben). Die Behör­de behält aus­ser­dem die Ent­wick­lung gefähr­li­cher Tai­fu­ne im Auge. Auf die­ser Kar­te zeich­net sie stets den Weg ein, den der tro­pi­sche Sturm vor­aus­sicht­lich ein­schla­gen wird. 

Bild: jma​.go​.jpEin Bei­spiel für die Stadt Kyoto.

Die gros­sen Bahn­be­trei­ber aktua­li­sie­ren eben­falls auf Eng­lisch über den Zustand der ver­schie­de­nen Ver­bin­dun­gen, wie dies der­zeit JR West tut. Dort wer­den auf der Haupt­sei­te die wich­tigs­ten Infor­ma­tio­nen mit­ge­teilt. Man kann zudem eine spe­zi­fi­sche Regi­on anwäh­len und wird dort über all­fäl­li­ge Unter­brü­che auf einer Stre­cke infor­miert (sie­he fol­gen­des Bild). 

Bild: west​jr​.co​.jpSo infor­miert JR West über die ein­zel­nen Strecken.

Der wich­tigs­te Tipp

Zuletzt lohnt es sich, bei der Hotel­re­zep­ti­on, den Tou­ris­mus­in­for­ma­ti­ons­stel­len, am Bahn­hof­schal­ter oder der bei der zustän­di­gen Rei­se­agen­tur nach­zu­fra­gen. All­ge­mein emp­fiehlt es sich, bei Stark­re­gen oder bei Tai­fu­nen in Gross­städ­ten zu blei­ben und auf eine auf­wen­di­ge Wei­ter­rei­se vor­erst zu ver­zich­ten. Dank der guten Infra­struk­tur ist man dort weit­aus siche­rer als in sehr länd­li­chen Regio­nen, wo die Erd­rutsch­ge­fahr gross und die ers­te Hil­fe weit weg ist.

Hier noch wei­te­re Tipps für die Erd­be­ben­si­cher­heit.