Foto: wiki­me­dia CC / しんかわなDie höchs­te Post­fi­lia­le Japans (Foto von 2005, sie­he aktu­el­le Fotos auf den Tweets unten).

Es ist die höchs­te und zugleich spe­zi­ells­te Post­fi­lia­le, die Japan zu bie­ten hat. Die soge­nann­te Fuji­san­chō Yūbin­kyo­ku befin­det sich auf dem Gip­fel des berühm­ten Ber­ges Fuji, auf 3776 Metern über Meer in einem klei­nen Stein­häus­chen auf einem Schrein­ge­län­de. Erreich­bar ist sie über die Rou­ten Fuji­no­miya und Gotem­ba. Post­kar­ten, die von hier ver­sen­det wer­den, tra­gen den offi­zi­el­len Stem­pel der Filia­le mit der Signa­tur «Shi­zuoka, Fuji­san­chō» und dem Datum. Eine sol­che Post­kar­te zu erhal­ten, hat so noch einen ganz beson­de­ren Wert, selbst in Zei­ten von Insta­gram, Twit­ter und Face­book (sie­he Tweets unten). 

Rund 20‘000 Kun­den zählt die Filia­le jähr­lich. Als man sie 1906 eröff­ne­te, wur­den die Brie­fe noch zu Fuss hin­un­ter­ge­tra­gen. Heu­te erle­digt ein Ket­ten­trak­tor, der auch noch die ande­ren Sta­tio­nen auf dem Weg zum Gip­fel mit Lebens­mit­teln ver­sorgt, die­se beschwer­li­che Arbeit. Die New York Times hat dar­über eine wun­der­ba­re Repor­ta­ge geschrie­ben. Die Schicht für den Post­an­ge­stell­ten auf dem Gip­fel des höchs­ten Ber­ges Japan dau­ert maxi­mal eine Woche. Die Öff­nungs­zei­ten sind von 6 bis 14 Uhr. 

Der Berg, den alle bestei­gen wollen

Betrie­ben wird die höchs­te Post­fi­lia­le Japans die­ses Jahr bis am 19. August. Die Berg­stei­ger-Sai­son wird der­weil erst am 10. Sep­tem­ber enden (Asi­en­spie­gel berich­te­te). In die­ser Zeit sind die Wege gesi­chert und die Hüt­ten geöff­net, in denen man sich ver­pfle­gen, pau­sie­ren oder sogar über­nach­ten kann. 

Der Fuji ist zwar der höchs­te Berg des Lan­des, gleich­zei­tig aber auch ver­hält­nis­mäs­sig ein­fach zu bestei­gen. Eine rie­si­ge Infra­struk­tur mit Toi­let­ten, Berg­hüt­ten und Ärz­te­sta­tio­nen macht es mög­lich, dass jeder gesun­de Mensch in der Nacht den Fuji hoch­ge­hen kann, um in den Mor­gen­stun­den den Son­nen­auf­gang auf 3776 Metern bewun­dern zu kön­nen. Ins­ge­samt bestie­gen letz­tes Jahr 284‘862 Men­schen die­ses natür­li­che Wahr­zei­chen Japans (Asi­en­spie­gel berich­te­te).