Foto: Asi­en­spie­gelDie wun­der­schö­ne Bucht im Fischer­dorf Bikuni.

Wer die länd­li­che Sei­te Japans abseits von Tokio und Kyo­to ent­de­cken möch­te, der soll­te unbe­dingt ein Fischer­dorf besu­chen. Sie sind so etwas wie die See­le die­ses Insel­staa­tes. Im Fol­gen­den vier Fischer­dör­fer, die mir beson­ders gefallen. 

1 – Ine

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Im Fischer­dor­f Ine sind ebe­ne Bau­flä­chen zwi­schen den bewal­de­ten Ber­gen und dem Meer rar gesät. Die Bewoh­ner haben ihre Häu­ser so gebaut, dass die­se prak­tisch auf dem Was­ser schwim­men. Funa­ya, «Boots­haus», nennt sich die­ses tra­di­tio­nel­le Bau­wei­se, die stets eine ein­ge­bau­te Boots­ga­ra­ge beinhal­tet. 230 sol­cher Funa­ya lie­gen dicht anein­an­der in die­ser Bucht, die sich über meh­re­re Kilo­me­ter erstreckt. Es ist das wohl male­rischs­te Fischer­dorf Japans und noch immer ein Geheim­tipp (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Foto: Asi­en­spie­gelDas Fischer­dorf Ine.

2 – Tomonoura

Foto: Asi­en­spie­gelDer Leucht­turm von Tomonura.

Das klei­ne Fischer­dorf Tomo­nou­ra in der Prä­fek­tur Hiro­shi­ma darf sich rüh­men, Ani­me-Legen­de und Oscar-Preis­trä­ger Hayao Miya­za­ki inspi­riert zu haben. Hier ver­brach­te der Grün­der von Stu­dio Ghi­b­li eini­ge Wochen. Die­se Ein­drü­cke mün­de­ten schliess­lich in den Ani­me «Pon­yo – Das gros­se Aben­teu­er am Meer» von 2008. Miya­za­ki half sogar, aus einem ver­las­se­nen Haus im Dorf das klei­ne ver­spiel­te Hos­tel Onfu­na­y­a­do Iro­ha zu machen. Sei­ne Fas­zi­na­ti­on für die­sen Ort ver­wun­dert nicht. Tomo­nou­ra besitzt mit sei­nen his­to­ri­schen Häu­sern und Gas­sen sowie sei­nen Tem­peln und Schrei­nen auf Hügeln und Klip­pen und dem klei­nen stei­ner­nen Leucht­turm einen unver­brauch­ten, ja fast schon rau­en Charme. 

Foto: Asi­en­spie­gelWie aus einer ande­ren Zeit: Tomonoura.

3 – Bikuni

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Die Halb­in­sel Shako­tan auf der Nord­in­sel Hok­kai­do zählt zahl­rei­che klei­ne Fischer­dör­fer. Eines davon ist Biku­ni. Im Som­mer macht man hier aus zwei Grün­den Halt: Die See­igel, Uni auf Japa­nisch, gehö­ren zu den Köst­lichs­ten des Lan­des. Anfangs Juli fin­det zudem ein drei­tä­gi­ges Fest statt, bei dem die Bewoh­ner spek­ta­ku­lär durchs Feu­er gehen (sie­he Kurz­film). Es ist ein Brauch, um für einen reich­hal­ti­gen Fang und die Sicher­heit auf dem Meer zu beten (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Foto: Asi­en­spie­gelDas Feu­er­fes­ti­val von Bikuni.

4 – Kure

Foto: Asi­en­spie­gelDas Fischer­dorf Kure auf Shikoku.

Kure ist ein Fischer­dorf in der Prä­fek­tur Kōchi auf der kleins­ten Haupt­in­sel Shi­ko­ku und nicht zu ver­wech­seln mit der gros­sen Mari­ne­stadt in der Prä­fek­tur Hiro­shi­ma (daher auch die Bezeich­nung Tosa-Kure). Hier macht kaum ein west­li­cher Tou­rist Halt, es sei denn, er ist auf der Suche nach dem Ursprüng­li­chen — und wirk­lich gutem Fisch. Boni­to ist die Spe­zia­li­tät der Regi­on. Katsuo nennt sich die­se Fisch­sor­te auf Japa­nisch, die man im his­to­ri­schen Markt Kure Tais­hō-Machi-Ichi­ba kau­fen und direkt als Sashi­mi essen kann (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Foto: Asi­en­spie­gelEssen im Fisch­markt von Kure.