Foto: wiki­me­dia CC / M‘akhrDie Burg Ōno an einem per­fek­ten Morgen.

Auf einer Anhö­he von 353 Metern in der Prä­fek­tur Hyō­go befin­det sich die wohl berühm­tes­te Burg­rui­ne Japans. Aus­ser der stei­ner­nen Befes­ti­gung aus dem 15. Jahr­hun­dert ist nicht viel übrig geblie­ben und den­noch gehört die Take­­da-Burg seit eini­gen Jah­ren zu den belieb­ten Sehens­wür­dig­kei­ten des Lan­des. Wäh­rend der Herbst­mo­na­te, wenn sich früh­mor­gens rund um die Anhö­he ein wun­der­schö­nes Wol­ken­meer (Unkai auf Japa­nisch) bil­det, zieht es Tau­sen­de von Besu­cher in die­se Gegend (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

So weckt die­se magi­sche Sze­ne­rie der Burg­rui­ne in den Wol­ken Erin­ne­run­gen an den Stu­dio Ghi­b­li-Klas­si­ker «Cast­le in the Sky». Der Ani­me von Hayao Miya­za­ki kam 1986 in die Kinos und beflü­gelt bis heu­te die Fan­ta­si­en. Ob die Take­da-Burg als Vor­la­ge zu «Cast­le in the Sky» dien­te, ist jedoch unge­wiss. Denn Miya­za­ki äus­sert sich kaum zu sol­chen Fra­gen (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Fest steht, dass es sich bei die­ser Rui­ne in der Prä­fek­tur Hyōgo nicht um das ein­zi­ge «Schloss im Him­mel» handelt. 

Das ande­re Schloss im Himmel

Das his­to­ri­sche Burg­städt­chen Ōno in der Prä­fek­tur Fukui gehört eben­falls zu den Orten, die in den Herbst- und Win­ter­mo­na­ten die Magie von Stu­dio Ghi­b­li ver­sprü­hen. Die loka­le Burg Ōno-jō (auch als Kamey­a­ma-Burg bekannt) thront auf dem Haus­berg. Die Geschich­te die­ser Fes­tung auf 249 Meter Höhe reicht bis ins 16. Jahr­hun­dert zurück. 1871, nach Beginn der Moder­ni­sie­rungs­zeit, wur­de der Haupt­turm abge­ris­sen. 1968 bau­te man ihn als Sehens­wür­dig­keit wie­der auf. 

Früh­mor­gens zwi­schen Okto­ber und April bil­det sich auch in die­sem Tal­kes­sel bei ganz bestimm­ten Wet­ter­kon­di­tio­nen ein Wol­ken­meer, aus dem nur noch der Gip­fel des Haus­bergs her­vor­ragt. Vom gegen­über­lie­gen­den Berg sieht man dann die Ōno-Burg, die über den Wol­ken zu schwe­ben scheint – das Schloss im Him­mel. Der Besuch hat noch einen wei­te­ren Vor­teil. Das pit­to­res­ke Zen-Klos­ter Eihei­ji ist nicht all­zu weit weg (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Der Stand­ort der Ōno-Burg

Der Stand­ort der Takeda-Burg