Foto: Depo​sit​pho​tos​.comDie Sicht vom Bun­kyo Civi Cen­ter in Tokio.

Mit der Far­b­­hol­z­­schnitt-Serie «Die 36 Ansich­ten des Ber­ges Fuji» – am Ende soll­ten es 46 Ansich­ten wer­den – erschuf Katsus­hi­ka Hoku­sai um 1831 sein per­sön­li­ches Meis­ter­werk, das schon zu sei­nen Leb­zei­ten von der Öffent­lich­keit bewun­dert wur­de. Aus allen mög­li­chen Win­keln hielt der Ukiyoe-Meis­­ter den 3776 Meter hohen sym­me­tri­schen Kegel fest. «Die gros­se Wel­le vor Kana­ga­wa» oder «Der rote Fuji» sind die berühm­tes­ten Bei­spie­le die­ser Serie. Hoku­sais Arbeit trug wesent­lich dazu bei, dass der Berg heu­te das bekann­tes­te Wahr­zei­chen Japans ist und seit 2013 auch zum UNESCO-Welt­­er­be zählt (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Die Serie ver­deut­lich­te zugleich, dass man den Fuji selbst aus wei­ter Fer­ne erbli­cken kann, sofern die Wet­ter­be­din­gun­gen stim­men. Das Japan Map Cen­ter hat hier­zu eine Online-Kar­te erstellt, die die bes­ten Fuji-Aus­sichts­punk­te aus einem Min­dest­ab­stand von 100 Kilo­me­tern zusam­men­fasst (inkl. Foto und Zeit­punkt der Auf­nah­me). Sie soll Rei­sen­den als Inspi­ra­ti­on für die Ent­de­ckung neu­er Orte in Japan die­nen. Dabei zeigt sich: Bei idea­len Bedin­gun­gen sieht man die­sen hei­li­gen Berg selbst aus einer Distanz von über 300 Kilo­me­tern. Als Bei­spie­le wer­den die Ber­ge Hana­zu­ka­y­a­ma in der Prä­fek­tur Fuku­shi­ma sowie der Aus­sichts­punkt Iro­ka­wa-Fuji­mi-Tōge in der Prä­fek­tur Waka­y­a­ma genannt. 

Letz­te­rer ist sagen­haf­te 323 Kilo­me­ter vom Berg ent­fernt. Es ist eines der ulti­ma­ti­ven Fotos, das man schies­sen kann. Die­ses Kunst­stück gelang einem Foto­gra­fen im Jahr 2001 mit einem 700mm-Tele­ob­jek­tiv. Drei Jah­re und 20 Auf­stie­ge zum Aus­sichts­punkt dau­er­te es, bis er den Fuji im Bild hat­te, wie Nik­kei Style berich­te­te. Ähn­li­ches voll­brach­te ein Mönch 2014 auf einem Berg an der Gren­ze zwi­schen den Prä­fek­tu­ren Kyo­to und Shi­ga. 261 Kilo­me­ter betrug die Distanz bis zum Fuji. 

Die Aus­sichts­punk­te in der Regi­on Tokio

Auch die Haupt­stadt­re­gi­on Tokio bie­tet bei per­fek­tem Wet­ter eine Sicht auf den Fuji. Das Japan Map Cen­ter hat dies­be­züg­lich eini­ge Orte auf­ge­lis­tet, die min­des­tens 100 Kilo­me­ter vom Gip­fel ent­fernt sind. Dazu gehö­ren zum Bei­spiel der Bahn­hof Shin-Koshi­ga­ya (112 Kilo­me­ter), der Waka­su Sea­si­de Park (104 Kilo­me­ter), das I-Link Town Obser­va­ti­on Deck (114 Kilo­me­ter, Prä­fek­tur Chi­ba) oder die Brü­cke Mai­ha­ma-Ōha­shi (109 Kilo­metr, Prä­fek­tur Chi­ba). Eines der bes­ten Bei­spie­le für Tokio bleibt der­weil das Regie­rungs­hoch­haus Bun­kyo Civic Cen­ter. Vom dor­ti­gen Aus­sichts­punkt sieht man bei gutem Wet­ter die Sky­line von Shin­juku und dahin­ter den Fuji.

Screen­shot: info​.jmc​.or​.jpDer Aus­sichts­punkt in der Prä­fek­tur Waka­y­a­ma. Distanz: 323 Kilometer.
Screen­shot: info​.jmc​.or​.jpDie Fuji-Aus­sichts­punk­te aus einer Min­dest­di­stanz von 100 Kilometern.

Stand­ort Bun­kyo Civic Center

Zwei Fuji-Fil­me (aus naher Distanz)