Das kos­ten­lo­se Frühstück

Foto: flickr / Jen­ni­fer Muraw­skiski­Das gibt es schon seit 1954 in Japan: Das gemein­sa­me Mit­tag­essen in der Schule.

In nur sechs Mona­ten hat die Prä­fek­tur­re­gie­rung Hiro­shi­mas ihre Idee (Asi­en­spie­gel berich­te­te) umge­setzt: Seit dem gest­ri­gen 14. Novem­ber erhal­ten die Schü­ler in der Grund­schu­le Aji­n­a­dai-Higa­shi in der Stadt Hats­ukai­chi ein­mal wöchent­lich ein kos­ten­lo­ses Früh­stück, wie die Asahi Shim­bun berich­tet. 11 Fir­men stel­len die dazu not­wen­di­gen Lebens­mit­tel zur Ver­fü­gung. Die Prä­fek­tur über­nimmt alle wei­te­ren Kos­ten. Hin­zu kom­men 12 Frei­wil­li­ge, wel­che die Mahl­zei­ten den Kin­dern ser­vie­ren. 54 der 260 Schü­ler sind für die­ses Pro­gramm von ihren Eltern ange­mel­det wor­den. Am ers­ten Tag waren 45 Kin­der am Morgentisch. 

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Der Aus­lö­ser für die­se Mass­nah­me war eine Umfra­ge bei 25’000 Haus­hal­ten mit Kin­dern. Dabei stell­te sich her­aus, dass rund ein Vier­tel davon eher schlecht als recht finan­zi­ell über die Run­den kommt. Über­durch­schnitt­lich vie­le Kin­der die­ser Fami­li­en müs­sen dabei auf das Früh­stück ver­zich­ten. Die Fol­ge ist ein Leis­tungs­ab­fall in den Mor­gen­stun­den. Das kos­ten­lo­se Früh­stück vor dem Unter­richt soll nun dafür sor­gen, dass alle Kin­der ihre vol­le Leis­tung wäh­rend der Schul­stun­den abru­fen kön­nen. Hiro­shi­mas Gou­ver­neur Hide­hi­ko Yuza­ki hat hier­für 40 Mil­lio­nen Yen ver­an­schlagt. Das Pro­jekt wird in wei­te­ren Schu­len getes­tet, bevor es womög­lich flä­chen­de­ckend ein­ge­führt wird. Ein kos­ten­lo­ses Früh­stück für alle Grund­schü­ler: Das ist in die­ser Form ein Novum in Japan, wie die Mai­ni­chi Shim­bun berichtet.

Das tra­di­tio­nel­le Schulessen

Eine län­ge­re Tra­di­ti­on hat der­weil das Mit­tag­essen in der öffent­li­chen Schu­le, Kyūs­ho­ku genannt. Die Kin­der ser­vie­ren sich gegen­sei­tig und essen im Schul­zim­mer. Dabei geht es dar­um, dass die Schü­ler mehr über die Nah­rung, die Gesund­heit und das Kochen ler­nen. Die­se gemein­sa­me Erfah­rung trägt auch zur Sozi­al­kom­pe­tenz bei und erklärt letzt­end­lich auch die Lie­be der Japa­ner zum Essen und die tie­fe Rate an über­ge­wich­ti­gen Kin­dern. Dabei gilt auch: Man hat alles zu essen, ja alles, auch wenn man etwas nicht ger­ne hat. Kos­ten­los ist Kyūs­ho­ku nicht. Das Schu­les­sen wird finan­ziert über die monat­li­chen Schul­ge­büh­ren, die die Eltern zu bezah­len haben. Ein­ge­führt wur­de die­ses Sys­tem 1954.

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