Digi­tal Art Muse­um: Besuch im Muse­um der Zukunft

Foto: Asi­en­spie­gelIm Digi­tal Art Muse­um in Tokio.

Es ist ein Muse­um, dass auf das Insta­gram-Zeit­al­ter zuge­schnit­ten ist und in der digi­ta­len Kunst neue Mass­stä­be setzt: Im MORI Buil­ding DIGI­TAL ART MUSE­UM: team­Lab Bor­der­less, kurz «Digi­tal Art Muse­um», ver­tei­len sich 520 Com­pu­ter und 470 Pro­jek­to­ren auf die ins­ge­samt 10’000 Qua­drat­me­ter gros­se Aus­stel­lungs­flä­che, die fünf unter­schied­li­che Wel­ten beher­bergt. Die räum­li­chen Gren­zen zwi­schen den Kunst­wer­ken ver­wi­schen. Der Besu­cher wird Teil der inter­ak­ti­ven Instal­la­tio­nen aus Licht­be­we­gun­gen, Ani­ma­tio­nen und Holo­gram­men. Man ist mit­ten­drin im Erleb­nis, das für alle Gene­ra­tio­nen etwas bie­tet (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Hin­ter die­sem futu­ris­ti­schen Muse­um steckt die Krea­tiv­grup­pe team­Lab, die die digi­ta­len Tech­no­lo­gi­en zur Dar­stel­lung von Kunst nutzt. Ihre Kunst­wer­ke sind inzwi­schen auch auf der japa­ni­schen Süd­in­sel Kyus­hu und in Sin­ga­pur per­ma­nent zu sehen. Und selbst in Euro­pa war team­Lab schon prä­sent. An der Welt­aus­stel­lung in Mai­land 2015 mach­te team­Lab aus dem japa­ni­schen Pavil­lon einen Besu­cher­ma­gne­ten (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Das Digi­tal Art Muse­um auf der künst­li­chen Tokio­ter Insel Odai­ba ist das Aus­hän­ge­schild von team­Lab – und das zur­zeit wohl gefrag­tes­te Muse­um in der japa­ni­schen Haupt­stadt. Nur fünf Mona­te nach der Eröff­nung am 21. Juni 2018 hat­te es gemäss Jiji News die Schwel­le von 1 Mil­li­on Besu­chern bereits über­schrit­ten, davon waren ein Drit­tel der Gäs­te aus Über­see. Um über­haupt in die­ses Muse­um zu kom­men, gilt es daher eini­ge Punk­te zu beach­ten. Im Fol­gen­den eini­ge Tipps und Eindrücke. 

Ticket­ver­kauf

Die Zahl der täg­lich zuge­las­se­nen Ein­trit­te ist begrenzt. Tickets müs­sen im Vor­aus und online gekauft wer­den. Es gibt kei­ne Kas­se vor Ort. Ein Ein­tritt kos­tet 3200 Yen pro Person. 

Besuchs­zeit

Das Muse­um hat wochen­tags von 10 bis 19 Uhr und an den Wochen­en­den und Fei­er­ta­gen von 10 bis 21 Uhr geöff­net. Hat man ein Ticket, dann darf man am ent­spre­chen­den Tag jeder­zeit in die­se Welt ein­tre­ten und theo­re­tisch so lan­ge blei­ben, wie man möch­te. Ver­lässt man die Aus­stel­lungs­hal­len, dann darf man nicht wie­der rein. 

Der Raum mit Wartezeiten

Es emp­fiehlt sich, mög­lichst früh dort zu sein. Ich sel­ber war pünkt­lich um 10 Uhr im Muse­um. Dies zahl­te sich aus. In den ers­ten 30 Minu­ten hat­te es bedeu­tend weni­ger Besu­cher als nach­her. Es lohnt sich, gleich zu Beginn Forest of Lamps anzu­schau­en. Denn dies ist der ein­zi­ge Raum, für den man anste­hen muss. Alter­na­tiv kann man mög­lichst spät ins Digi­tal Art Muse­um gehen, wenn die Besu­cher­zah­len all­mäh­lich abnehmen.

Schliess­fä­cher

Für Taschen und Jacken hat es Schliess­fä­cher im Ein­gangs­be­reich. Die Kame­ra soll­te man aber auf kei­nen Fall vergessen.

Kame­ra mitnehmen

Im Digi­tal Art Muse­um gilt: Foto­gra­fie­ren aus­drück­lich erlaubt. Es ist der per­fek­te Ort für ver­zau­bern­de, nicht all­täg­li­che Aufnahmen. 

Schuh­werk

Es lohnt sich, das Muse­um mit leich­ten und fla­chen Schu­hen zu betre­ten. Denn es ist dun­kel und im Aht­letic Forest, einem fas­zi­nie­ren­den Spiel­ort für die Kin­der, ist der Boden sogar uneben. 

Tee trin­ken

Im Muse­um gibt es mit dem EN TEA Hou­se ein futu­ris­ti­sches Tee­haus, mit Grün­tee-Sor­ten und -Eis. Spe­zi­ell: Der Tee erblüht, sobald das Heiss­ge­tränk ein­ge­schenkt wird.

Foto: Asi­en­spie­gel«Forest of Lamps»: Für die­sen Raum muss man anstehen.
Foto: Asi­en­spie­gel«Forest of Lamps»: Am bes­ten gleich die­sen Raum am Anfang besuchen.
Foto: Asi­en­spie­gelUmge­ben von Wellen.
Foto: Asi­en­spie­gelIm futu­ris­ti­schen Tee­haus des Museums.
Foto: Asi­en­spie­gelTra­di­tio­nen und Bräu­che digi­tal reproduziert.
Foto: Asi­en­spie­gelIm «Uni­ver­se of Water Particles».

Stand­ort des Digi­tal Art Museum

team­Lab an der Expo 2015 in Mailand

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