Das Man­ga-Hotel in Tokio

Foto: man​gaar​tho​tel​.comMan­ga-Lek­tü­re ohne Ende.

Im Tokio­ter Stadt­be­zirk Chiyo­da, genau­er gesagt im Quar­tier Kan­da, ent­steht ein neu­es Kap­sel­ho­tel, das schlaf­lo­se Näch­te ver­spricht. Nicht, weil es sich um unbe­que­me Kap­seln han­delt, son­dern viel­mehr wegen der rie­si­gen Ange­bots an 5000 Man­ga-Büchern. Das Man­ga Art Hotel wid­met sich ganz der japa­ni­schen Comic-Kul­tur. Alle Titel sind hand­ver­le­sen. Dabei steht der künst­le­ri­sche Aspekt im Vor­der­grund. Jedem Man­ga ist wird zudem eine Buch­be­spre­chung in zwei Spra­chen bei­ge­legt (sie­he Bild unten). Eine Rei­he eng­li­scher Man­ga-Titel wird eben­falls ange­bo­ten, die man auch alle kau­fen kann. Das Man­ga Art Hotel wird 35 Kap­seln, einen Stock für Frau­en und einen für Män­ner sowie alle Annehm­lich­kei­ten für eine Lese­nacht bie­ten (sie­he Plan unten). 

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Es ist nicht das ers­te Hotel die­ser Art. Bereits 2015 wur­de das Book and Bed Tokyo eröff­net, in dem man zwi­schen Bücher­re­ga­len schla­fen darf (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Auf zwei Stö­cken ste­hen dort mehr als 3000 Bücher in japa­ni­scher und eng­li­scher Spra­che, Sofa-Matrat­­zen, Toi­let­ten, Duschen und Bet­ten, die teil­wei­se zwi­schen den Bücher­re­ga­len ein­ge­baut sind, zur Ver­fü­gung. Es ist eine lie­be­vol­le Neu­in­ter­pre­ta­ti­on des klas­si­schen Kap­sel­ho­tels – und so erfolg­reich, dass wei­te­re Able­ger in Tokio, Kyo­to und Fuku­o­ka ent­stan­den sind. 

Eine Bran­che, die sich stets neue erfindet

Lan­ge hat­ten die Kap­sel­ho­tel, die wäh­rend Jahr­zehn­ten haupt­säch­lich von den Sala­ry­men benutzt wur­den, nicht das bes­te Image. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren ist aber eine Rei­he moder­ner Kap­sel­ho­tels ent­stan­den, die sich auf die Bedürf­nis­se der aus­län­di­schen Tou­ris­ten aus­rich­ten und vor allem auch Frau­en Zutritt gewäh­ren. Gleich­zei­tig wur­de das Kon­zept neu inter­pre­tiert und mit ande­ren Hotel­for­men kom­bi­niert (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Auch die Aus­ge­stal­tung der Kap­seln sel­ber hat sich stark ver­än­dert, wie The Mil­le­ni­als wun­der­schön auf­zeigt (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Das Man­ga Art Hotel ist der neu­es­te krea­ti­ve Wurf in einer Bran­che, die sich stets neu erfin­det. Noch ist das genaue Eröff­nungs­da­tum nicht bekannt. Laut Anga­ben der offi­zi­el­len Web­site wer­den aber bereits Ende Janu­ar 2019 Reser­va­tio­nen entgegengenommen.

Bild: man​gaar​tho​tel​.comEin Plan des Manga-Art-Hotels.
Bild: man​gaar​tho​tel​.comAlle Man­ga-Titel beinhal­ten eine kur­ze Buch­be­spre­chung in zwei Sprachen.

Der Stand­ort des Man­ga Art Hotel

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