Yuri­ka­mo­me: Tokios auto­ma­ti­sier­te Bahnlinie

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Die Yuri­ka­mo­me-Linie ist eine Bahn­li­nie, die zugleich eine Sehens­wür­dig­keit ist. Sie führt vom Bahn­hof Shim­ba­shi bei Gin­za über die Rain­bow-Bridge zu den auf­ge­schüt­te­ten Inseln von Odai­ba, Aria­ke und Toyo­su. Die Bahn fährt voll­au­to­ma­ti­siert. Ein Lok­füh­rer und ande­res Per­so­nal sucht man im Zug ver­ge­bens. Statt­des­sen kann der Pas­sa­gier ganz vor­ne Platz neh­men. Die Aus­sicht ist spek­ta­ku­lär. Denn die Yuri­ka­mo­me-Linie besitzt eine eige­ne Hoch­bahn. Die­se ver­läuft von Shim­ba­shi kom­mend zwi­schen Wol­ken­krat­zern hin­durch und führt schliess­lich in einer lan­gen Schlei­fe zur Rain­bow-Bridge, wo der Zug auf direk­tem Weg nach Odai­ba fährt. Die­se Stre­cken­füh­rung ermög­licht dem Fahr­gast eine per­fek­te Aus­sicht auf die­se berühm­te Brü­cke und die Bucht von Tokio. Im obi­gen Video haben wir die Fahrt von Odai­ba bis nach Shim­ba­shi festgehalten. 

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Die Yuri­ka­mo­moe-Linie mag zwar wie eine Mono­rail aus­se­hen, ist aber kei­ne. Viel­mehr han­delt es sich um eine Bahn auf Gum­mi­rei­fen. Sei­ten­ab­sper­run­gen sor­gen dafür, dass der Zug in der Spur bleibt. Es war das ers­te voll­au­to­ma­ti­sier­te Bahn­sys­tem in Tokio, das noch wäh­rend der wirt­schaft­li­chen Boom-Zei­ten geplant wur­de. Die Eröff­nung war 1995. In den Anfangs­jah­ren schrieb die Bahn rote Zah­len. Das änder­te sich, als sich Odai­ba zu einem Ver­gnü­gungs­vier­tel für die Fami­lie wan­del­te. Die Stre­cke wur­de in den Nul­ler­jah­ren sogar bis nach Toyo­su verlängert. 

Direkt bis zum neu­en Fischmarkt

Für Tou­ris­ten ist es eine äus­serst nütz­li­che Bahn­li­nie, die gleich meh­re­re Sehens­wür­dig­kei­ten mit­ein­an­der ver­bin­det. So hat sich Odai­ba seit den 1990er-Jah­ren zu einer Insel der Zukunft ent­wi­ckelt. Hier befin­den sich der futu­ris­ti­sche Haupt­sitz von Fuji TV sowie die Kauf­haus-Kom­ple­xe Palet­te Town, Aquaci­ty und Diver­ci­ty, wo auch die rie­si­ge Gun­dam-Robo­ter­sta­tue zu fin­den ist. Selbst einen klei­nen Strand und eine Frei­heits­sta­tue gibt es auf die­ser künst­li­chen Insel. Auch das Digi­tal Art Muse­um ist in Odai­ba zuhau­se (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Die Neben­in­sel Aria­ke hat eben­falls eini­ge archi­tek­to­ni­sche Eigen­hei­ten zu bie­ten, wie zum Bei­spiel das unver­kenn­ba­re Mes­se­zen­trum Tokyo Big Sight. Die Yuri­ka­mo­me-Linie fährt sogar bis vor den neu­en Fisch­markt in Toyo­su (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Hier­zu muss man bei der Sta­ti­on Shi­jō-mae aussteigen.

Foto: Depo​sit​pho​tos​.comDie Yuri­ka­mo­me-Linie.
Foto: Depo​sit​pho​tos​.comDurch die Häuserschluchten.

Foto: Asi­en­spie­gelDie Gun­dam-Sta­tue auf Odaiba.
Foto: Asi­en­spie­gelDer Haupt­sitz von Fuji TV.
Foto: Asi­en­spie­gelDie Rain­bow-Bridge und die Freiheitsstatue.
Foto: Asi­en­spie­gelDas Digi­tal Art Muse­um auf Odaiba.
Foto: wiki­me­dia CC / 江戸村のとくぞうIm neu­en Fisch­markt von Toyosu.
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