JR, Japan Rail Pass, Sui­ca, Shink­an­sen & Limi­ted Express: Bahn­fah­ren in Japan

Japan besitzt eines der bes­ten ÖV-Sys­te­me der Welt. Das unver­zicht­bars­te Ver­kehrs­mit­tel ist dabei zwei­fel­los der Zug, sei es die U-Bahn, der Regio­nal­zug oder der Shink­an­sen. Damit man in Japan pro­blem­los vor­wärts kommt, soll­test man fol­gen­de vier Begrif­fe kennen: 

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1) JAPAN RAIL PASS (JR-PASS)

Der Japan Rail Pass ermöglicht kostenlose Sitzreservationen.
Der Japan Rail Pass ermög­licht kos­ten­lo­se Sitz­re­ser­va­tio­nen. Foto: Depo​sit​pho​tos​.com

Der Kauf eines Japan Rail Pass, auch ger­ne «JR-Pass» genannt, erlaubt aus­län­di­schen Tou­ris­ten für 7, 14 oder 21 Tage hin­ter­ein­an­der die freie Fahrt auf dem lan­des­wei­ten Japan-Rail­ways-Ver­­bun­d­­netz (JR), inklu­si­ve kos­ten­lo­ser Sitz­re­ser­va­ti­on. Mit dabei ist auch der Shink­an­sen. In mei­nen Rei­se­be­ra­tung hat sich gezeigt, dass sich der Kauf für die aller­meis­ten Kun­den lohnt, wobei man dies bei guter Pla­nung genau berech­nen kann. Alles über den Japan Rail Pass erfah­ren Sie in die­sem Arti­kel.


2) SUI­CA

Die SUICA-Karte.
Die SUI­CA-Kar­te. Foto: Depo​sit​pho​tos​.com
  • SUI­CA nennt sich die am meis­ten ver­brei­te­te kon­takt­lo­se Bahn­kar­te. Her­aus­ge­ge­ben wird sie von Bahn­be­trei­ber JR East. Sie ist jedoch mit vie­len allen ande­ren Bahn­ge­sell­schaf­ten kom­pa­ti­bel (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Man lädt die Kar­te mit einem Geld­be­trag auf und kann fort­an zahl­rei­che Regio­nal­bah­nen und U-Bah­nen im gan­zen Land benut­zen, ohne sich Gedan­ken über den genau­en Fahr­preis machen zu müs­sen. Es ist nicht die ein­zi­ge Bahn­kar­te. PAS­MO von Tokyo Metro und ande­ren ÖV sowie ICO­CA von JR West sind wei­te­re belieb­te Alter­na­ti­ven (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

  • Noch prak­ti­scher: Seit neu­es­tem gibt die eng­lisch­spra­chi­ge SUI­CA-App für das iPho­ne (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Via Apple Pay wird auf­ge­la­den (z.Bsp. mit der Revo­lut-Kre­dit­kar­te). Das iPho­ne kann man ohne Ent­sper­ren über das Lese­ge­rät bei der Pas­sier­schran­ke hal­ten. Eine phy­si­sche Kar­te ist somit überflüssig. 

  • SUI­CA ist zugleich auch ein elek­tro­ni­sches Zah­lungs­mit­tel in zahl­rei­chen Geschäf­ten, Restau­rants und Taxis (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

3) SHINK­AN­SEN

Der Klassiker: Der Tokaido-Shinkansen.
Der Klas­si­ker: Der Toka­i­do-Shink­an­sen. Foto: Depo​sit​pho​tos​.com

Der Shink­an­sen ist der japa­ni­sche Hoch­ge­schwin­dig­keits­zug. 1964 wur­de die ers­te Stre­cke eröff­net. Seit­her wird fleis­sig aus­ge­baut. Das Shink­an­sen-Netz deckt inzwi­schen drei der vier Haupt­in­seln ab. Man könn­te also theo­re­tisch früh am Mor­gen in Hako­da­te auf Hok­kai­do abfah­ren und mit zwei Mal Umstei­gen am Abend in Kago­shi­ma ganz im Süden von Kyus­hu ankom­men. Der Zug ist auch der Grund, wes­halb der Kauf des JR-Pass Sinn macht. Denn die Fahrt in einem Shink­an­sen kann sehr teu­er wer­den.


4) LIMI­TED EXPRESS

Der JR Limited Express Yufuin no Mori.
Der JR Limi­ted Express Yufu­in no Mori. Foto: Depo​sit​pho​tos​.com

In Japan nen­nen sie die zweit­schnells­te Zug­ka­te­go­rie Limi­ted Express, Tokkyū (特急) auf Japa­nisch. Die­se Züge brin­gen einen in ande­re Städ­te und in die Vor­or­te der gros­sen Metro­po­len, ver­gleich­bar mit dem Inter­ci­ty bei uns. Oder anders aus­ge­drückt: Es ist ein Express­zug, der nur an einer limi­tier­ten Anzahl Bahn­sta­tio­nen hält, daher der Name Limi­ted Express. Sowohl die gros­sen JR-Bahn­ge­sell­schaf­ten wie auch die klei­ne­ren pri­va­ten Bahn­fir­men benut­zen den Begriff Limi­ted Express auf Eng­lisch. Wich­tig: Auch für die Limi­ted Express-Züge gibt es die Mög­lich­keit, Sitz­plät­ze zu reser­vie­ren. Für JR-Pass-Besit­zer ist dies sogar kostenlos.


5) DIE BAHNGESELLSCHAFTEN

Midori no Madoguchi: Bei den JR-Schalterstellen mit dem sitzenden Männchen auf grünem Hintergrund kann man Sitzplätze für das gesamte JR-Netz reservieren lassen.
Mido­ri no Mado­gu­chi: Bei den JR-Schal­ter­stel­len mit dem sit­zen­den Männ­chen auf grü­nem Hin­ter­grund kann man Sitz­plät­ze für das gesam­te JR-Netz reser­vie­ren las­sen. Foto: Depo​sit​pho​tos​.com

1987 wur­de die damals hoch­ver­schul­de­te natio­na­le Bahn­ge­sell­schaft Japan Rail­ways (JR) pri­va­ti­siert und in sechs regio­na­le Bahn­fir­men und eine lan­des­wei­te Fir­ma für Güter­zü­ge auf­ge­teilt. Ent­stan­den sind dabei JR Hok­kai­do, JR East, JR Cen­tral, JR West, JR Shi­ko­ku und JR Kyus­hu. Obwohl die­se Fir­men unab­hän­gig von­ein­an­der ope­rie­ren, arbei­ten sie logis­tisch immer noch eng mit­ein­an­der zusam­men. So deckt bei­spiels­wei­se der Japan Rail Pass das Netz des gesam­ten JR-Ver­bunds ab. Aus­ser­dem betrei­ben mit Aus­nah­me von JR Shi­ko­ku alle JR-Bahn­fir­men min­des­tens eine Shink­an­sen-Stre­cke. Sitz­re­ser­va­tio­nen sind auch über­grei­fend möglich. 

Neben die­sen JR-Gigan­ten besitzt Japan unzäh­li­ge pri­va­te Bahn­be­trei­ber, die städ­tisch oder regio­nal aus­ge­rich­tet sind. Der JR-Pass deckt die­se Stre­cken nicht ab. Immer häu­fi­ger kommt es vor, dass nicht ren­ta­ble JR-Stre­cken in Teil­ab­schnit­ten pri­va­ti­siert wer­den, wie zum Bei­spiel der JR-Zug von Kyo­to nach Amano­ha­sh­i­da­te. Für JR-Pass-Besit­zer bedeu­tet dies, dass man einen klei­nen Zuschlag im Zug bezah­len muss.

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