Japan prä­sen­tiert die Zukunft des Shinkansen

Bild: JR EastDer ALFA-X als Design­stu­die. Nun ist die­ser futu­ris­ti­sche Zug Realität.

Die Zukunft des Shink­an­sen nennt sich ALFA-X. Die Abkür­zung steht für den etwas umständ­li­chen Begriff «Advan­ced Labs for Front­li­ne Activi­ty in rail eXpe­ri­men­ta­ti­on». Der Name sagt es: Es han­delt sich um einen Ver­suchs­zug, mit dem man die neu­es­te Tech­no­lo­gie tes­tet, die in die nächs­te Gene­ra­ti­on der japa­ni­schen Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge ein­flies­sen wird. Im Dezem­ber 2018 hat der Bahn­be­trei­ber den noch unfer­ti­gen Wagen 1 des ALFA-X (auch als Modell E956 bekannt) vor­ge­stellt (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

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Ein hal­bes Jahr spä­ter ist nun die ers­te voll­stän­di­ge 10-Wagen-Kom­po­si­ti­on des ALFA-X gebaut (sie­he Tweets unten). Es ist ein ein­drück­li­ches Modell mit einer 16 Meter lan­gen Nase, einer sil­ber­nen Aus­sen­far­be und zwei grü­nen Lini­en, die ein X for­men. Die­ser futu­ris­ti­sche Shink­an­sen wird bereits heu­te sei­ne ers­te Test­fahrt vor­neh­men. Künf­tig wird er zwei Mal wöchent­lich in der Nacht zwi­schen Sen­dai und Shin-Aom­ori ver­keh­ren. Min­des­tens drei Jah­re wird die­se Test­pha­se dauern. 

In 4 Stun­den von Tokio nach Sapporo

Der ALFA-X ist so kon­zi­piert, dass er theo­re­ti­sche eine Rekord­ge­schwin­dig­keit von 400 Stun­den­ki­lo­me­tern errei­chen kann. Die ange­peil­te maxi­ma­le Betriebs­ge­schwin­dig­keit ist der­weil 360 Stun­den­ki­lo­me­ter. Zum Ver­gleich: Der momen­tan schnells­te Shink­an­sen erreicht 320 Stun­den­ki­lo­me­tern. Mit die­sem ange­peil­ten Höchst­tem­po hofft JR East der­einst die Shink­an­sen-Rei­se­zeit von Tokio nach Sap­po­ro auf unter 4 Stun­den zu drü­cken (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Dem Betrei­ber und Her­stel­ler Kawa­sa­ki Hea­vy Indus­tries bleibt hier­für noch etwas mehr als 10 Jah­re Zeit. Denn die Shink­an­sen-Stre­cke zwi­schen Hako­da­te und Sap­po­ro ist erst noch im Bau. 

10 Jah­re ist in etwa auch der Zeit­raum, den es braucht, um vom Pro­to­ty­pen bis zur fer­ti­gen Pro­duk­ti­on zu gelan­gen. Beim jet­zi­gen E5-Modell auf der Tōho­ku-Hok­kai­do-Shink­an­sen-Stre­­cke zwi­schen Tokio und Hako­da­te ging man übri­gens genau gleich vor. Des­sen Her­stel­lung basier­te auf den Erkennt­nis­sen des Ver­suchs­zugs FAS­TECH 360.

Ein­drü­cke vom ALFA-X auf Twitter

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