Minis­top: Ein Oni­gi­ri für 100 Yen

Bild: minis​top​.co​.jpVer­lo­ckend: Bei Minis­top gibt es Oni­gi­ri für 100 Yen.

Oni­gi­ri, oder auch Omusubi genannt, ist für die Japa­ner der nahr­haf­te Snack für Zwi­schen­durch. In den japa­ni­schen Mini­märk­ten gehö­ren sie zum Stan­dard­an­ge­bot. Die Zube­rei­tungsart ist immer dies­el­be: Ein schön geform­ter Reis­ball – oder alter­na­tiv ein Reisdrei­eck – umhüllt von einem Nori-Algen­blatt. In der Mit­te des Reis­balls liegt gut umschlos­sen die Fül­lung, bei der es nicht sel­ten um eine Fisch­sor­te, Kom­bu (See­tang) oder Umebo­shi (ein­ge­leg­te Pflau­me) han­delt. Der Viel­falt sind jedoch kei­ne Gren­zen gesetzt. Die Aus­wahl in den Con­ve­ni­en­ce Stores ist riesig. 

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Ein Oni­gi­ri für 100 Yen

Je nach Fül­lung kos­tet ein Oni­gi­ri in einem Mini­markt um die 140 Yen. Es gibt güns­ti­ge­re, aber auch viel teu­re­re Exem­pla­re. Die gestie­ge­nen Kos­ten für Zuta­ten und Per­so­nal (Asi­en­spie­gel berich­te­te) haben jed­doch dazu geführt, dass die meis­te Anbie­ter ihre Prei­se um durch­schnitt­lich 5 bis 10 Yen erhöht haben. Nicht so Minis­top. Die Mini­markt-Ket­te bie­tet seit Juli 2019 in sei­nen 2000 Able­gern im Land 8 bis 12 ver­schie­de­ne Oni­gi­ri-Sor­ten für jeweils 100 Yen an, bezie­hungs­wei­se für 108 Yen mit Mehr­wert­steu­er. Das ent­spricht gera­de mal 85 Euro-Cents oder 90 Schwei­zer Rap­pen. Das ist so güns­tig wie in kei­nem ande­ren der gros­sen Minimärkte. 

Minis­top wider­setzt sich ganz bewusst einem Trend, wie die Tōyō Kei­zai schreibt. Die kleins­te unter den vier gros­sen Ket­ten (Seven Ele­ven, Law­son und Fami­ly Mart) hofft mit die­ser Stra­te­gie mehr Kun­den anzu­lo­cken, die neben dem Oni­gi­ri noch etwas Zusätz­li­ches ein­kau­fen. Denn die Bran­che ver­zeich­net seit Jah­ren rück­läu­fi­ge Umsät­ze und Kun­den­zah­len. Minis­top ver­sucht nun mit die­sem Lock­mit­tel, zumin­dest den Umsatz pro Kun­de erhö­hen zu kön­nen. Bei einem Test­ver­such in der Prä­fek­tur Aom­ori gelang es zumin­dest, die Stück­zahl der ver­kauf­ten Oni­gi­ri zu verdoppeln. 

Gyo­za-Rice-Oni­gi­ri

Es ist nicht das ers­te Mal, das Minis­top mit sei­nem Oni­gi­ri-Ange­bot für Auf­merk­sam­keit sorgt. Im letz­ten Jahr ver­kauf­te die Ket­te ein Gyo­za-Rice-Oni­gi­ri und erwei­ter­te damit die Palet­te der krea­ti­ven Wei­ter­ent­wick­lung die­ser Tra­di­ti­ons­spei­se (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

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