Roy­al Clas­sic: Das extra­va­gan­te Hotel von Ken­go Kuma

REI­SE­NO­TI­ZEN – Ich bin zur­zeit unter­wegs in Japan. In der neu­en Serie «Rei­se­no­ti­zen» tei­le ich mei­ne täg­li­chen Rei­se­er­leb­nis­se und Beobachtungen. 

Juli 2020 – Die­ser Blog kann ohne die Unter­stüt­zung der Leser nicht über­le­ben. Mit einem frei­wil­li­gen Abo tra­gen Sie dazu bei, dass die­ses täg­li­che Stück Japan auch nach 11 Jah­ren wei­ter­exis­tiert – unab­hän­gig, kos­ten­los und frei von Goog­­le-Wer­bun­­gen. Herz­li­chen Dank! Ich blei­be täg­lich dran, bis die­se Kri­se über­stan­den ist und dar­über hinaus.

Son­nen­un­ter­gang über dem Fuji

Nach dem Besuch des Art Bio­top Nasu geht es zurück zum Bahn­hof Nasushi­o­ba­ra. Um 16:02 fah­re ich mit dem Nasu­no-Shink­an­sen nach Tokio und stei­ge dort auf den Hika­ri-Shink­an­sen um, der mich nach Osa­ka bringt. Um 20:42 Uhr bin ich in der alten Han­dels­me­tro­po­le ange­kom­men. Dank des Japan Rail Pass kos­tet mich die­se knapp 5-stün­di­ge und fast 700 Kilo­me­ter lan­ge Rei­se nichts extra. Dabei hat­te ich noch das Glück, wäh­rend der Shink­an­sen-Fahrt den Fuji bei Son­nen­un­ter­gang zu erleben. 

Ein Hotel und Kunst­mu­se­um in einem

Foto: Asi­en­spie­gelDas Hotel Roy­al Clas­sic Osaka.

Kurz ent­schlos­sen che­cke ich in ein neu­es Hotel ein, das erst Anfang Dezem­ber eröff­net wur­de. Das Hotel Roy­al Clas­sic Osa­ka ist ein vom japa­ni­schen Archi­tek­ten Ken­go Kuma ent­wor­fe­ner Neu­bau gleich beim gros­sen Bahn­hof Nam­ba im Süden der Stadt. An sel­ber Stel­le befand sich von 1958 bis 2007 das Shin-Kabuki­za, das Neue-Kabu­ki-Thea­ter der Stadt, mit rund 1600 Sitz­plät­zen. Es war ein tra­di­tio­nell inspi­rier­ter Bau mit Kara­ha­fu-Gie­bel­dä­chern, die man von den japa­ni­schen Bur­gen kennt. Ken­go Kuma hat die­se unver­kenn­ba­re Fas­sa­de, die zu einem Wahr­zei­chen von Nam­ba wur­de, erhal­ten. Dahin­ter und dar­über ist jedoch alles neu. Über dem ehe­ma­li­gen Shin-Kabuki­za thront nun ein ele­gan­ter Wol­ken­krat­zer, in dem sich die Zim­mer des neu­en Hotels befin­den. Das Hotel ist zugleich auch ein Muse­um mit über 1000 Kunst­wer­ken, die in den Räum­lich­kei­ten des Roy­al Clas­sic Osa­ka aus­ge­stellt sind. Kura­tiert wird die­se Samm­lung von der Tokyo Uni­ver­si­ty of Arts und der Whitestone Gal­le­ry. Die Zim­mer sel­ber sind für japa­ni­sche Ver­hält­nis­se unge­wöhn­lich geräu­mig, ins­be­son­de­re der Badebereich.

Foto: Asi­en­spie­gelDie Fas­sa­de des ehe­ma­li­gen Kabu­ki-Thea­ters ist geblieben.

Die Küche der Nation

Foto: Asi­en­spie­gelIm Tora­me-Yokocho in Osaka.

Osa­ka bezeich­net sich nur zu ger­ne als Küche der Nati­on. Legen­där sind die boden­stän­di­gen Spie­sen und die Lie­be zum Stre­et­food. In Kyo­to kauft man Klei­der bis zum Umfal­len, in Osa­ka isst man bis zum Umfal­len», heisst denn auch ein bekann­tes Sprich­wort auf Japa­nisch (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Takoya­ki, Oko­no­miya­ki oder Kushi­katsu sind die unüber­seh­ba­ren loka­len kuli­na­ri­schen Köst­lich­kei­ten. Mit einem guten Freund aus mei­nen Osaka­er Uni­ver­si­täts­ta­gen tref­fe ich mich denn auch zu einem spät­abend­li­chen Nacht­es­sen im Uranam­ba-Tora­me-Yokocho, das ähn­lich dem Ebi­su-Yokocho in Tokio die tra­di­tio­nel­le Yokocho-Kul­tur mit den Mikro-Restau­rants und -Bars imi­tiert. Neun Stän­de mit einem gros­sen kuli­na­ri­schen Ange­bot gibt es hier, wobei es kei­ne Rol­le spielt, wo man sich hin­setzt. Denn bestel­len darf man von allen Stän­den. Ich esse Kushi­katsu und Takoya­ki. Osa­ka, das ist für mich immer eine Rei­se wert, selbst wenn ich nur für eine Nacht hier sein kann. Zum guten Glück fliegt die Swiss schon bald direkt nach Osa­ka (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Foto: Asi­en­spie­gelYaki­to­ri in Osaka.

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Der Stand­ort des Hotel Roy­al Clas­sic Osaka

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