Covid-19 in Japan

Die­ser Arti­kel wird regel­mäs­sig aktualisiert.


INHALTS­VER­ZEICH­NIS

  1. Der aktu­el­le Stand in Japan
  2. Eine Über­sichts­kar­te
  3. Die­se Woche in Japan
  4. Hilf­rei­che Links
  5. Emp­feh­lun­gen
  6. Hän­de waschen und Mundschutz

DER AKTU­EL­LE STAND 

Covid-19 Fäl­le Geheilt Tote
Japan 3865 (+358) 514 (-) 93 (+8)

Stand: 5. April 2020 / Quel­len: MHLW und NHK

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DIE LAGE IN DEN PRÄFEKTUREN 

Stand: 6. April 2020 / Quel­len: MHLW und NHK

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DIE­SE WOCHE IN JAPAN 

Mon­tag, 6. April 2020

  • Not­stand die­se Woche – Regie­rungs­chef Shin­zo Abe wird mor­gen den Not­stand für die Regio­nen Tokio- Kana­ga­wa-Saita­ma-Chi­ba, Osa­ka-Hyo­go und Fuku­o­ka in Japan erklä­ren. Die ent­spre­chen­den Gou­ver­neu­re wur­den offen­bar schon infor­miert. Die­ser Aus­nah­me­zu­stand soll 1 Monat dau­ern. Mit dem Not­stand haben die Prä­fek­tu­ren die Mög­lich­keit, grif­fi­ge­re Mass­nah­men im Kampf gegen das Covid-19-Virus zu erlas­sen. Kabi­netts­se­kre­tär Suga beton­te zugleich, dass es nicht wie in Euro­pa zu einer Blo­cka­de von Städ­ten kom­men wer­de. Hier­für feh­len die recht­li­chen Grundlagen.

An alle Leser: Durch die aktu­el­le Lage sind die Ein­nah­men, die die­sen Blog getra­gen haben, weg­ge­bro­chen. Auf­ge­ben wer­de ich nicht. Ich blei­be täg­lich dran, bis die­se Kri­se über­stan­den ist und dar­über hin­aus. Hier­zu brau­che ich Ihre Hil­fe. Jeder Bei­trag trägt dazu bei, dass die­ses täg­li­che Stück Japan auch nach 11 Jah­ren wei­ter­exis­tiert – unab­hän­gig, kos­ten­los und frei von Goog­­le-Wer­be­ban­­nern. Herz­li­chen Dank und blei­ben Sie gesund!

  • Wei­te­rer Anstieg – Auch am heu­ti­gen Mon­tag stieg die Zahl der Neu­an­ste­ckun­gen in Tokio um 83 an. Ges­tern waren es 143. Der Gross­raum Tokio ver­zeich­net somit mehr als 1700 Covid-19-Fäl­le. In der Regi­on Osa­ka-Hyo­go sind es über 600, in Fuku­o­ka 163. 

  • Wirt­schafts­pa­ket – Japan ist dar­an, ein Wirt­schafts­pa­ket in der Höhe von 108 Bil­lio­nen Yen zu schnü­ren, um die Fami­li­en und Unter­neh­men zu unter­stüt­zen, die wegen der aktu­el­len Kri­se in Not gera­ten sind. Fami­li­en, deren Ein­kom­men um mehr als die Hälf­te ein­ge­bro­chen ist, gibt erhal­ten bei­spiels­wei­se 300’000 Yen in bar. Aus­ser­dem wird die Kin­der­zu­la­ge um 10’000 Yen erhöht. Klei­ne­ren und mitt­le­ren Unter­neh­men wer­den 2 Mil­lio­nen Yen (rund 17’000 Euro) zur Ver­fü­gung gestellt. Selb­stän­di­ge sol­len 1 Mil­li­on Yen erhal­ten. Für Fir­men in Not wer­den zudem zins­lo­se Dar­le­hen gespro­chen, die nach drei Jah­ren zurück­be­zahlt wer­den müs­sen. Die Wirt­schafts­hil­fe soll noch heu­te beschlos­sen wer­den.

  • Aus­tau­sch­jahr in Coro­na-Zei­ten – In Japan hat heu­te das Schul- und Uni­ver­si­täts­jahr begon­nen. Eigent­lich hät­te nun auch für vie­le Aus­tausch­stu­den­ten der Japan-Auf­ent­halt begon­nen. Für die Mehr­heit ist dies jedoch auf­grund der Ein­rei­se­be­schrän­kung und Visa-Ver­schär­fun­gen gar nicht mehr mög­lich. Eine Sprach­schu­le in Tokio hat bei­spiels­wei­se ver­mel­det,dass 90 Pro­zent ihrer regis­trier­ten Schü­ler gar nicht nach Japan ein­rei­sen konnten. 

  • Schul­jahr eröff­netIn vie­len Prä­fek­tu­ren hat heu­te das Schul­jahr ganz nor­mal begon­nen. Die Regie­rung erlaubt den Betrieb von Schu­len in Regio­nen, in den es ledig­lich ein­zel­ne oder gar kei­ne Covid-19-Fäl­le gibt. Letzt­end­lich hat aber die Prä­fek­tur die Ent­schei­dungs­ge­walt. In Tokio und ande­ren urba­nen Prä­fek­tu­ren, wo das Virus sich schnell ver­brei­tet, blei­ben der­weil vie­le öffent­li­che Schu­len teil­wei­se bis Anfang Mai geschlossen.

Sonn­tag, 5. April 2020

  • Das Medi­ka­ment – Das von Fuji­film Toy­a­ma Che­mi­cal her­ge­stell­te Grip­pe­me­di­ka­ment Avi­gan (Favi­pi­ra­vir) soll auch bei der Behand­lung von Lun­gen­ent­zün­dun­gen, die durch Covid-19 aus­ge­löst wur­den, hel­fen. Dies hat Chi­na bereits vor eini­gen Wochen bestä­tigt. Da es jedoch schwe­re Neben­wir­kun­gen her­vor­ruft, war die Anwen­dung bis­lang ledig­lich für Grip­pe­kran­ke mit neu­ar­ti­gen Viren­stäm­men vor­ge­se­hen. Bereits im Kampf gegen Ebo­la wur­de es 2014 ein­ge­setzt. Japan hat nun auch ent­spre­chen­de Tests bei Covid-19-Pati­en­ten gestar­tet. Im Moment könn­te Japan damit 700‘000 Covid-19-Pati­en­ten behan­deln. Fuji­film Toy­a­ma Che­mi­cal ist nun dar­an die Pro­duk­ti­on zu erhö­hen. Der Bestand soll ver­drei­facht wer­den.

  • Stil­ler Semes­ter­start – In Japan beginnt jeweils im April das Uni­ver­si­täts­jahr. Die neu­en Stu­den­ten wer­den in einer offi­zi­el­len Zere­mo­nie begrüsst. Durch die Covid-19-Kri­se ist dies nun aber vie­ler­orts nicht mehr mög­lich. Die renom­mier­te Uni­ver­si­tät Tokyo hat den Anlass, der für den 12. April geplant war, abge­sagt. Die letz­te Absa­ge war 1974, als es in Tokio zu einem Streik kam, an dem 6,3 Mil­lio­nen Arbei­ter teil­nah­men. Die­se kämpf­ten damals wegen der Infla­ti­on für höhe­re Löh­ne. Der öffent­li­che Ver­kehr kam zum Erliegen. 

Den Rück­blick vom 30. März bis 5. April 2020 fin­den Sie → hier.


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HILF­REI­CHE LINKS 

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EMP­FEH­LUN­GEN

  • Es gilt, im öffent­li­chen Raum mög­lichst Mund­schutz zu tra­gen (sie­he Video unten). Damit zei­gen Sie auch, dass Sie auf die ande­ren Rück­sicht neh­men und nie­man­den gefähr­den. Das ist in Japan ganz wich­tig. Waschen und des­in­fi­zie­ren Sie die Hän­de regel­mäs­sig (sie­he Illus­tra­ti­on unten). Des­in­fi­zie­ren Sie in Restau­rants und ande­ren öffent­li­che Orten Tische und ande­re Ober­flä­chen bevor Sie die­se benut­zen. Ver­mei­den Sie Men­schen­an­samm­lun­gen. Hal­ten Sie bei Kon­ver­sa­tio­nen einen siche­ren Abstand. 

  • Es wird ange­nom­men, dass sich der Virus über die Atem­we­ge (hus­ten, nie­sen, spu­cken, spre­chen) auf ande­re über­trägt (sog. Tröpf­chen­in­fek­ti­on). Wenn jemand in die Hand hus­tet oder niest und anschlies­send jeman­den berührt, ist die Gefahr einer Über­tra­gung beson­ders gross. Daher ist das Hän­de­wa­schen essen­zi­ell (sie­he Video unten). Man soll­te das Gesicht auch nicht mit den Hän­den berüh­ren. Der Mund­schutz hilft, dies zu ver­hin­dern. Ver­zich­ten Sie auf Hän­de­schüt­teln (in Japan ver­neigt man sich ohnehin). 

  • Japans Gesund­heits­be­hör­de emp­fiehlt daher: Bei leich­ten Sym­pto­men soll­te man vor­erst zuhau­se blei­ben. Soll­ten die Erkäl­tungs­sym­pto­me oder das Fie­ber trotz Ein­nah­me von fie­ber­sen­ken­den Medi­ka­men­ten mehr als 4 Tage andau­ern, dann wird gebe­ten, ein Spi­tal zu kon­tak­tie­ren. Eine sofor­ti­ge Kon­takt­auf­nah­me mit einem Kran­ken­haus emp­fiehlt sich bei extre­mer Schlapp­heit oder bei schwe­ren Atemproblemen. 

  • Die Ster­be­ra­te bei Covid-19 ist höher als bei einer nor­ma­len Grip­pe. Auch hier gilt: Per­so­nen im hohen Alter oder Men­schen mit Vor­er­kran­kun­gen und chro­ni­schen Erkran­kun­gen sind wesent­lich anfäl­li­ger. Die wegen Covid-19 ver­stor­be­nen Per­so­nen in Japan waren zumeist im höhe­ren Alter. Da in Japan über­durch­schnitt­lich vie­le älte­re Men­schen leben, muss man davon aus­ge­hen, dass es beson­ders in die­ser Risi­ko­grup­pe zu mehr Todes­fäl­len kom­men wird. Zugleich ist zu beto­nen, dass über alle Alters­ka­te­go­ri­en hin­weg Krank­heits- und Todes­fäl­le regis­triert wurden. 

  • Ers­te Erfah­run­gen der Spi­tä­ler in Japan zei­gen, dass sich die Betrof­fe­nen mit leich­ten Sym­pto­men (die Mehr­heit der aktu­el­len Fäl­le) rela­tiv schnell erho­len. Es sind kei­ne auf­wen­di­gen medi­zi­ni­schen Mass­nah­men erforderlich. 

  • Füh­ren Sie einen gesun­den Lebens­stil. Neh­men Sie genug Vit­amin C und D zu sich. Gehen Sie an die Son­ne. Die feh­len­den Son­nen­ta­ge im Win­ter füh­ren ganz natür­lich zu einem Vit­amin-D-Man­gel, was wie­der­um das Immun­sys­tem schwächt. Die New York Times hat in einem Arti­kel die wich­tigs­ten Tipps zusammengestellt. 

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MUND­SCHUTZ & HÄN­DE WASCHEN

Bild: bowl​gra​phics​.net/​c​o​vid19
Bild: MHLWEmp­feh­lun­gen des japa­ni­schen Gesundheitsministeriums.

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