Die Zukunft der japa­ni­schen Family-Restaurants

Foto: Kathy Mats­u­na­mi / Shut​ter​stock​.comEin Klas­si­ker unter den Fami­re­su: Ein Jonathan’s in Japan.

Fami­ly Restau­rant oder kurz Fami­re­su nen­nen die Japa­ner ihre ganz eige­ne Inter­pre­ta­ti­on eines ame­ri­ka­ni­schen Diners. Die berühm­tes­ten Ver­tre­ter sind Roy­al Host, Jonathan’s, Sai­ze­riya oder Gus­to. Ihr Mar­ken­zei­chen sind eine gros­se und viel­fäl­ti­ge Aus­wahl an Spei­sen zu güns­ti­gen Prei­sen. Der Ser­vice ist effi­zi­ent. Zudem gibt es eine Geträn­ke­bar, wo man zum Pau­schal­preis so viel trin­ken darf, wie man möch­te. Das Fami­re­su ist die per­fek­te Wahl, wenn man güns­tig, unkom­pli­ziert und ohne gros­se kuli­na­ri­sche Ansprü­che aus­wärts essen möchte. 

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Das Ende der 24-Stunden-Öffnungszeiten

Sky­lark war ein Vor­rei­ter in der Ent­wick­lung die­ses gas­tro­no­mi­schen Kon­zepts. Heu­te besitzt das Unter­neh­men so bekann­te Fami­re­su-Ket­ten wie Gus­to, Jonathan’s oder Bamiyan. Allei­ne in Japan führt es ins­ge­samt 3197 Restau­rants. Schon 1972 star­te­te Sky­lark in vie­len urba­nen Able­gern den 24-Stun­den-Betrieb. Bald schon zogen die Kon­kur­ren­ten nach. Mal spon­tan um 2 Uhr am Mor­gen in ein Fami­re­su gehen zu kön­nen, wur­de zu einem unver­zicht­ba­ren japa­ni­schen Lebens­ge­fühl. Zu den bes­ten Zei­ten waren gleich 798 Restau­rants von Sky­lark rund um die Uhr geöff­net. Das war 2009.

Doch die Zei­ten ändern sich. Sky­lark hat bekannt­ge­ge­ben, den 24-Stun­den-Betrieb kom­plett auf­zu­ge­ben. Bis April 2020 soll die­se Mass­nah­me in den letz­ten 150 Able­gern, die noch rund um die Uhr geöff­net haben, umge­setzt wer­den. Aus­ser­dem wer­den in wei­te­ren 410 Restau­rants die spä­ten Öff­nungs­zei­ten noch ein­mal gekürzt. 

Die Grün­de

Es han­delt sich um eine Ent­wick­lung, die schon 2012 ihren Anfang nahm (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Offi­zi­ell spricht das Unter­neh­men von «einer Erneue­rung des Arbeits­wei­se», von einer neu­en Gewich­tung der Work-Life-Balan­ce und von einem ver­än­der­ten Lebens­stil der Kun­den. Tat­sa­che ist aber auch, dass Japans Wirt­schaft durch die rasan­te Über­al­te­rung der Gesell­schaft unter einem aku­ten Arbei­ter­man­gel lei­det. Für 24-Stun­den-Betrieb wird es immer schwie­ri­ger, Per­so­nal zu fin­den. Die Mini­märk­te sind der­zeit mit den­sel­ben Pro­ble­men kon­fron­tiert. Auch in die­ser Bran­che setzt man zuneh­mend auf ver­kürz­te Öff­nungs­zei­ten und einer Auto­ma­ti­sie­rung vie­ler Betrie­be (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

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