Die güns­tigs­te Golden-Week

image_​vulture / Shut​ter​stock​.comEs ist ruhig gewor­den: Die Hachi­ko-Sta­tue am 16. April 2020.

Heu­te ist in Japan der Shōwa-Tag (jp. shōwa no hi / 昭和の日). Es han­delt sich um den ers­ten Fei­er­tag der Gol­den Week. Shōwa war die Ära zwi­schen 1926 und 1989 unter Ten­nō Hiro­hi­to, der am 29. April 1901 gebo­ren wur­de. Offi­zi­ell ist es ein Tag, um über die­se 63 Jah­re lan­ge prä­gen­de Peri­ode im 20. Jahr­hun­dert nach­zu­den­ken (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Für die meis­ten ist Shōwa no hi ganz ein­fach Teil der längs­ten Aus­zeit im Jahr. 

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Für die Tou­ris­mus­bran­che ist dann eigent­lich Hoch­sai­son. Kei­ne ande­re Peri­ode spült gewöhn­lich mehr Geld in die Kas­sen. Nicht aber in die­sem Jahr. Der Covid-19-Not­stand und die Auf­ru­fe der Behör­den haben dazu geführt, dass die meis­ten Japa­ner nun zu Hau­se blei­ben (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Es wird die spar­sams­te Gol­den Week über­haupt sein, wie eine am 27. April ver­öf­fent­lich­te Umfra­ge des Ver­si­che­rungs­hau­ses Mei­ji Yas­u­da nun deut­lich macht. Dem­nach gibt ein Japa­ner für die­se Fei­er­tags­pe­ri­ode noch durch­schnitt­lich 23’010 Yen aus (rund 200 Euro). Das ist weni­ger als die Hälf­te des letzt­jäh­ri­gen Betra­ges von 47’249 Yen. 35,4 Pro­zent geben sogar an, 0 Yen für die aktu­el­le Gol­den Week bud­ge­tiert zu haben. 

Es wer­den sogar noch weni­ger als die von Mei­ji Yas­u­da ermit­tel­ten 23’010 Yen sein. Denn die Umfra­ge wur­de vom 2. bis 9. April 2020 durch­ge­führt, als der Not­stand ers­te gera­de für 7 Prä­fek­tu­ren in Kraft getre­ten war. Die lan­des­wei­te Aus­wei­tung des Aus­nah­me­zu­stan­des erfolg­te kurz danach. 

Kei­ne Shink­an­sen, kei­ne Flüge

In der Umfra­ge hat­ten bereits fast 50 Pro­zent ihre Aus­flugs- und Rei­se­plä­ne gestoppt. Inzwi­schen ist die­ser Wert zwei­fel­los ange­stie­gen. So ver­zeich­ne­ten die Shink­an­sen am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de, der ers­ten Pha­se der dies­jäh­ri­gen Gol­den Week, eine Aus­las­tung von kaum 10 Pro­zent. Eini­ge Züge fuh­ren sogar ganz ohne Pas­sa­gie­re (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Die aktu­el­len Zah­len des Flug­ha­fens Nari­ta ver­deut­li­chen die­se Kri­se. Zwi­schen dem 1. und 25. April wur­den ledig­lich 20’000 Pas­sa­gie­re gezählt, die noch ins Aus­land geflo­gen sind. An die­ser Situa­ti­on wird sich bis zum 6. Mai nichts ändern. In nor­ma­len Zei­ten ver­zeich­net man im Flug­ha­fen Nari­ta an einem ein­zi­gen Gol­den-Week-Tag 60’000 Passagiere.

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