Yona­g­uni: Die Insel am Ende von Japan

Zur­zeit ist Japan in wei­ter Fer­ne. Träu­me von einer Japan-Rei­se darf man aber wei­ter­hin. In die­ser neu­en Serie stel­le ich jeden Sams­tag Orte vor, die man besu­chen soll­te, sobald die­se Kri­se ein­mal vor­bei ist. Wei­te­re Inspi­ra­tio­nen fin­den Sie auf mei­nem Insta­gram-Kanal wie auch in mei­nem Rei­se­buch «Jan in Japan – 60 Orte abseits von Tokio und Kyo­to».

August 2020 – Die­ser Blog kann ohne die Unter­stüt­zung der Leser nicht über­le­ben. Mit einem frei­wil­li­gen Abo tra­gen Sie dazu bei, dass die­ses täg­li­che Stück Japan auch nach 11 Jah­ren wei­ter­exis­tiert – unab­hän­gig, kos­ten­los und frei von Goog­­le-Wer­bun­­gen. Herz­li­chen Dank! Ich blei­be täg­lich dran, bis die­se Kri­se über­stan­den ist und dar­über hinaus.

1) Die Insel am Ende von Japan

Asi­en­spie­gelDie Insel besitzt wun­der­schö­ne Korallenriffe.

Die Insel Yona­g­uni ist der west­lichs­te Aus­sen­pos­ten Japans. Tai­wan ist kei­ne 110 Kilo­me­ter ent­fernt. Die Haupt­stadt Tokio ist 2000 Kilo­me­ter weit weg. Selbst bis Naha, dem Ver­wal­tungs­sitz der Prä­fek­tur Oki­na­wa, zu der auch Yona­g­uni gehört, sind es über 500 Kilo­me­ter. Nach dem Zwei­ten Welt­krieg wohn­ten hier 12’000 Men­schen. Heu­te sind es gera­de noch 1500. Zu inter­na­tio­na­ler Berühmt­heit gebracht hat es die Insel dank einer unge­wöhn­li­chen Fels­for­ma­ti­on unter der Mee­res­ober­flä­che, die aus­sieht, als sei sie von Men­schen­hand erschaf­fen wor­den. Für Archäo­lo­gen und Tau­cher hat sich das «Yona­g­uni-Monu­ment» zu einem Anzie­hungs­punkt ent­wi­ckelt. Eine leich­ter zugäng­li­che und genau­so fas­zi­nie­ren­de Sehens­wür­dig­keit sind die Yona­g­uni-Pfer­de, die seit über 2000 Jah­ren hier leben. Die­se inzwi­schen geschütz­ten Tie­re trifft man an zahl­rei­chen Orten an. Die Insel ist so gross, dass man zu ihrer Erkun­dung ein Auto beim klei­nen Flug­ha­fen mie­ten soll­te. Yona­g­uni ist ein wun­der­schö­ner klei­ner Ort am Ende von Japan. 

Asi­en­spie­gelSeit 2000 Jah­ren sind die Yona­g­uni-Pfer­de hier zu Hause.

2) Mit dem Velo durch Kanazawa

Asi­en­spie­gelDurch das Tee­haus­vier­tel Higashi-Chayagai.

Kana­za­wa in der Prä­fek­tur Ishi­ka­wa am Japa­ni­schen Meer ist eine mei­ner abso­lu­ten Lieb­lings­städ­te. Seit 15 Jah­ren hal­te ich mich hier regel­mäs­sig auf. Es ist die kul­tu­rel­le, kuli­na­ri­sche und archi­tek­to­ni­sche Viel­falt, die mich begeis­tert. Kana­za­wa ist zudem eine der weni­gen Gross­städ­te in Japan, die ihre his­to­ri­sche Sub­stanz bewah­ren konn­te. Zugleich ist sie über­sicht­lich. Man kann sich ein­fach zu Fuss bewe­gen oder noch bes­ser mit dem Fahr­rad. Hier­zu steht das Machi-Nori-Ver­leih­sys­tem allen offen. Über­all ste­hen Sta­tio­nen, wo man ein Fahr­rad für nur 200 Yen mie­ten und wie­der abge­ben kann. Inzwi­schen set­zen ganz vie­le Gross­städ­te in Japan auf die­ses Sys­tem, das beson­ders für Tou­ris­ten prak­tisch ist. Mehr Tipps für Kana­za­wa habe ich in die­sem Arti­kel zusammengetragen. 

Asi­en­spie­gelRechts das Tee­haus­vier­tel Kazuemachi.

3) Der ein­sa­me Bahn­hof am Meer

Asi­en­spie­gelEin Bahn­hof mit Panoramaausblick.

Die Foto­gra­fie eines jun­gen Rei­sen­den, der gemüt­lich auf einer War­te­bank unter einem klei­nen Bahn­steig­dach ver­weilt und aufs Meer hin­aus­schaut, wur­de im Jahr 2000 zum Wer­be­pla­kat für den japa­ni­schen Bahn­pass «Seis­hun-18-Kip­­pu». Unter­stri­chen wird die­se Bot­schaft mit den Wor­ten: «Wenn ich gleich zur Sache kom­men darf, ich bin irgend­wo in Japan.» Geschos­sen wur­de die­ses Foto im Bahn­hof Shi­mo­na­da in der Prä­fek­tur Ehi­me auf der kleins­ten Haupt­in­sel Shi­ko­ku. Es ist eine Sta­ti­on mit einem unbe­mann­ten Bahn­hofs­häus­chen, einem Gleis und einem Mini-Bahn­­­stei­g­d­ach. Hier hal­ten ein­zig noch die Lokal­zü­ge der JR-Yosan-Linie. Das Foto aus dem Jahr 2000 hat den Bahn­hof Shi­mo­na­da zu einem Sehn­suchts­ort gemacht. Seit­her ver­geht kein Tag, ohne dass ein Stu­dent hier einen Halt ein­legt. Die gan­ze Geschich­te zu die­sem legen­dä­ren Fern­weh-Bahn­hof gibt es in die­sem Arti­kel zu lesen. 

Asi­en­spie­gelDer Bahn­hof Shi­mo­na­da in der Prä­fek­tur Ehime.
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