Tokyo Tower: Die Turm­be­stei­gung als neue Normalität

Foto: Depo​sit​pho​tos​.comEine Iko­ne der Nach­kriegs­zeit: Der Tokyo Tower.

Am 23. Dezem­ber 1958 wur­de der Tokyo Tower eröff­net. Japan hat­te die schwers­ten Jah­re nach dem Ende des Zwei­ten Welt­kriegs hin­ter sich. Es war eine Zeit des Auf­bruchs. Die wie­der­auf­ge­bau­te Haupt­stadt benö­tig­te damals drin­gend einen Fern­­­seh- und Radio­turm, der alle ande­ren Gebäu­de über­ra­gen würde. 

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333 Meter hoch wur­de er und somit höher als sein Vor­bild, der Eif­fel­turm. Es war damals das höchs­te Bau­werk Japans. Die auf­fäl­li­ge rot-weis­­­se Far­be war eine regu­la­to­ri­sche Not­wen­dig­keit für die Sicher­heit des Luft­raums. Tokio hat­te sein ers­tes moder­nes Wahr­zei­chen, eine Iko­ne des Wie­der­auf­baus, die heu­te von jähr­lich 2,3 Mil­lio­nen Men­schen besucht wird. Infol­ge des Covid-19-Not­stan­des muss­te aber auch der Tokyo Tower sei­ne Tore am 8. April 2020 tem­po­rär schliessen. 

Die Wie­der­eröff­nung nach über einem Monat

Fast zwei Mona­te spä­ter ist der Aus­nah­me­zu­stand für das gan­ze Land auf­ge­ho­ben. Seit heu­te hat Tokyo Tower wie­der eröff­net, jedoch in einer etwas ande­ren Form. Die Betrei­ber haben zahl­rei­che Hygie­ne­mass­nah­men umge­setzt. Man wird nun ange­wie­sen, in den Räum­lich­kei­ten Mas­ke zu tra­gen und die Hän­de zu des­in­fi­zie­ren. Am Ein­gang wird zudem die Tem­pe­ra­tur jedes Besu­chers gemes­sen. Das gröss­te Pro­blem war jedoch der Zugang zu den bei­den Aus­sichts­platt­for­men auf 150 und 250 Metern. Denn die­se erreicht man gewöhn­lich mit dem Auf­zug. Die neu­en Abstands­re­geln ver­un­mög­li­chen jedoch eine effi­zi­en­te Abwick­lung der Besucherströme. 

Die Betrei­ber haben aus der Not eine Tugend gemacht. Anstatt bequem hoch­ge­fah­ren zu wer­den, wer­den die Besu­cher nun gebe­ten, für den Auf- und Abstieg die Aus­sen­trep­pe benut­zen, die frü­her nur an den Wochen­en­den und Fei­er­ta­gen offen war. Es sind 600 Stu­fen. Rund 13 Minu­ten dau­ert der Auf­stieg, der nun als gesun­des Erleb­nis ver­mark­tet wird. Es sei nach den «Stay Home»-Wochen die idea­le Gele­gen­heit, wie­der fit zu wer­den. Ein bun­tes Ein­gangs­tor, das die Auf­schrift «Tokyo Tower Stairs 600» trägt und ein roter Tep­pich, der den Start­punkt mar­kiert, hel­fen, all­fäl­li­ge Hem­mun­gen zu über­win­den. Jeder, der es bis ganz nach oben geschafft hat, erhält zudem ein Zertifikat. 

Der Auf­zug bleibt der­weil haupt­säch­lich für älte­re Per­so­nen und Men­schen mit kör­per­li­chen Ein­schrän­kun­gen offen. Pro Fahrt sind nur fünf Per­so­nen zuge­las­sen. Noch strik­ter wird es auf der obers­ten Eta­ge. Das Aus­sichts­deck auf 250 Metern darf vor­erst nur in geschlos­se­nen Grup­pen von bis zu 4 Per­so­nen betre­ten wer­den, um die Hygie­ne­vor­schrif­ten zu gewähr­leis­ten. Die­se müs­sen einen Pau­schal­preis von 8000 Yen ent­rich­ten. Alle Neue­run­gen gel­ten vor­läu­fig bis zum 14. Juni 2020. 

Skyt­ree bleibt geschlossen

Foto: Depo​sit​pho​tos​.comDer Skyt­ree ist der Nach­fol­ger des Tokyo Tower.

Damit hat die Iko­ne ihrem Nach­fol­ger schon etwas vor­aus. Denn der Besuch der Aus­sichts­platt­for­men auf dem 634 Meter hohen Fern­seh­turm Skyt­ree bleibt wei­ter­hin geschlos­sen. Statt­des­sen haben die Betrei­ber die­ses 2012 eröff­ne­ten Bau­werks ein 24-Stun­den-Timel­ap­se-Video publi­ziert. Der­weil fährt der gros­se Shop­ping- und Restau­rant-Kom­plex dar­un­ter, die Sola­ma­chi, den Betrieb seit dem 25. Mai 2020 schritt­wei­se wie­der hoch. 

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