Japans Lie­be zu Bier und Kunst

Die Gros­se Wel­le vor Kana­ga­wa auf der Bier­do­se: Fuji­san von Asahi. Asahi Beer

Bier in Japan ist gera­de im Som­mer ein eis­kal­tes Ver­gnü­gen. Denn das Getränk wird in gekühl­ten Glä­sern ser­viert. Das japa­ni­sche Bier ist qua­li­ta­tiv her­vor­ra­gend. Das Land hat immer­hin eine Brautra­di­ti­on, die 150 Jah­re zurück­reicht. Die gros­sen vier Pro­du­zen­ten – Asahi, Kirin, Sap­po­ro und Sun­to­ry – began­nen alle im 19. Jahr­hun­dert. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren hat sich zudem die japa­ni­sche Craft Beer-Sze­ne einen Namen gemacht (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Auch die alko­hol­frei­en Bie­re erle­ben seit eini­gen Jah­ren einen Boom (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

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Die Bier­aus­wahl in den Super­märk­ten ist ent­spre­chend gross. Als Kun­de hat man die Qual der Wahl. Doch ohne die USA, Kana­da und Aus­tra­li­en wäre die­se aus­ge­präg­te Lie­be Japans zum Bier kaum mög­lich. Haupt­säch­lich aus die­sen drei Län­dern wer­den die Grund­zu­ta­ten in gros­sen Men­gen importiert. 

Ein Bier mit 100 Pro­zent Zuta­ten aus Japan

Es gibt aber auch Aus­nah­men, wie bei­spiels­wei­se das Fuji­san – Japa­ne­se Pre­mi­um Pale Ale von Asahi. Des­sen Zuta­ten – Malz, Hop­fen, Hefe – bestehen zu 100 Pro­zent aus japa­ni­scher Pro­duk­ti­on. Selbst Reis, das aus der Fuji-Regi­on stammt, wird für die Her­stel­lung die­ses Biers verwendet. 

Die wah­re Schön­heit die­ses Pro­dukts ist aber nicht ein­mal ihr Inhalt, son­dern das Äus­se­re. Denn die gesam­te Bier­do­se wird geschmückt mit Katsus­hi­ka Hoku­sais berühm­ter «Gros­se Wel­le vor Kana­ga­wa» aus der Serie die «36 Ansich­ten des Ber­ges Fuji». Erhält­lich ist Fuji­san – Japa­ne­se Pre­mi­um Ale seit dem 21. Juli 2020 in einer limi­tier­ten Stück­zahl in der Super­markt­ket­te AEON. Die­se Tat­sa­chen machen die­ses Bier zu einem spe­zi­el­len Sammlerstück. 

Bier und Kunst

Kunst auf der Bier­do­se im Jahr 2017: Die Wer­ke Sha­ra­ku, Hoku­sai und Hiro­shi­ge (von links) in der Über­sicht. Mit­suko­shi / Sun­to­ry / Asahi / Sap­po­ro / Tokyo Natio­nal Museum

Es ist übri­gens kei­ne Pre­mie­re, dass man in Japan Bier mit Kunst ver­bin­det. Im Som­mer 2017 tat sich bei­spiels­wei­se das renom­mier­te Tokyo Natio­nal Muse­um mit den drei Gigan­ten Asahi, Sap­po­ro und Sun­to­ry zusam­men (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Drei bekann­te Wer­ke der Ukiyoe-Meis­ter Hoku­sai, Hiro­shi­ge und Sha­ra­ku waren hier­bei auf drei Bier­mar­ken jener Her­stel­ler zu sehen, mit der Bemer­kung, dass die­se Kunst­wer­ke im Tokyo Natio­nal Muse­um zu sehen sind. Erhält­lich war die­se limi­tier­te Edi­ti­on in den edlen Kauf­häu­ser von Mit­suko­shi. Kon­zi­piert wur­de die­se Kunst-Bier-Edi­­ti­on, um sie als tra­di­tio­nel­les Ochū­gen-Som­mer­ge­schenk Freun­den, Ver­wand­ten, Vor­ge­setz­ten und Kun­den zu schenken.

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