Der unter­ir­di­sche Bahn­hof der Zukunft

リニア中央新幹線 公式チャンネル【JR東海】/ Youtube

Der Bahn­hof Shina­ga­wa hat sich inter­na­tio­nal einen Namen gemacht für sei­ne lang­ge­zo­ge­ne Hal­le, durch die all­mor­gend­lich eine Wel­le von Pend­lern strömt (Asi­en­spie­gel berich­te­te) (sie­he Tweet unten). Der Ort wird täg­lich von rund 625’000 Pas­sa­gie­ren benutzt (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Das macht ihn noch lan­ge nicht zum gröss­ten Bahn­hof der japa­ni­schen Haupt­stadt. Sta­tio­nen wie Shin­juku, Shi­bu­ya, Ike­bu­kuro oder Tokio wer­den wesent­lich häu­fi­ger frequentiert. 

Den­noch ist Shina­ga­wa einer der zen­tra­len Ver­kehrs­kno­ten­punk­te. Der Bahn­hof bie­tet prak­ti­sche Ver­bin­dun­gen in die Nach­bar­re­gio­nen und zu den Flug­hä­fen an – und viel wich­ti­ger: Shina­ga­wa ist zusam­men mit Tokyo Sta­ti­on und Ueno Sta­ti­on der ein­zi­ge Shink­an­sen-Bahn­hof der Kapi­ta­le. Hier hal­ten die Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge, die einen direkt via Osa­ka bis nach Haka­ta in Fuku­o­ka brin­gen. Die­se wich­ti­ge Lage hat dazu bei­ge­tra­gen, dass sich rund um den Bahn­hof zahl­rei­che Hotel­hoch­häu­ser ange­sie­delt haben. 

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In weni­gen Jah­ren wird der Bahn­hof Shina­ga­wa zusätz­lich an Bedeu­tung gewin­nen. Denn an die­sem Ort ent­steht der End­bahn­hof der ers­ten japa­ni­schen Magnet­schwe­be­bahn (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Ein 60 Meter lan­ges und 10 Meter hohes Pla­kat vor dem Bahn­hofs­platz macht seit Ende Okto­ber auf die­ses Jahr­hun­dert­pro­jekt auf­merk­sam. «Drei Metro­po­len wer­den zu einer. Von Shina­ga­wa nach Nago­ya in schnells­ten 40 Minu­ten. Nach Osa­ka in 67 Minu­ten. Der Line­ar-Chūō-Shink­an­sen», heisst es in gros­sen Schriftzeichen. 

Der Bahn­hof unter dem Bahnhof

40 Meter unter den Shink­an­sen-Glei­sen des Bahn­hofs Shina­ga­wa in Tokio wer­den die JR-Mag­lev-Züge ver­keh­ren. JR Cen­tral

Die Bau­ar­bei­ten haben bereits begon­nen. Die neue Sta­ti­on mit dem futu­ris­ti­schen Zug wird sich exakt in 40 Meter Tie­fe unter dem aktu­el­len Shink­an­sen-Bahn­hof befin­den. Eine Gesamt­brei­te von 60 Metern wer­den die­se unter­ir­di­schen Bahn­stei­ge haben. In einem Video zeigt JR Cen­tral, wie die­se Struk­tur ent­steht, ohne den täg­li­chen Bahn­ver­kehr zu beein­träch­ti­gen. Auch in Nago­ya wird die Sta­ti­on auf ähn­li­che Wei­se entstehen. 

Mit dem gros­sen Pla­kat setzt JR Cen­tral ein Zei­chen. Man wol­le den Chūō-Shink­an­sen bekann­ter machen, sag­te ein Ver­ant­wort­li­cher von JR Cen­tral. In ande­ren Wor­ten: Die Magnet­schwe­be­bahn ist längst nicht mehr eine Visi­on, son­dern ein Pro­jekt, an dem über­all mit Hoch­druck gebaut wird (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Die Stre­cke wird haupt­säch­lich durch Tun­nel ver­lau­fen und dies mit­ten durch die Berg­re­gi­on der Haupt­in­sel Hons­hu (hier eine Visua­li­sie­rung der gesam­ten Rou­te). Dank einer Geschwin­dig­keit von 500 km/​h wird die Fahr­zeit von Tokio nach Nago­ya nur noch 40 Minu­ten betragen. 

Eröff­nung 2027 verschoben?

Der Mag­lev auf der Test­stre­cke in der Prä­fek­tur Yama­na­shi. YMZK-Pho­to / Shut​ter​stock​.com

2027 ist das Jahr, in dem JR Cen­tral die Eröff­nung fei­ern möch­te. Ob dies mög­lich ist, steht aktu­ell in den Ster­nen. Denn für den Bau eines Tun­nel­teil­stücks, das durch die Prä­fek­tur Shi­zuoka führt, hat der dor­ti­ge Gou­ver­neur sein Veto ein­ge­legt. Die Grün­tee­bau­ern in der Regi­on sor­gen sich, dass der Tun­nel­bau dem wich­ti­gen Fluss Ōiga­wa Was­ser ent­zie­hen könn­te. Daher ver­su­chen sie nun auf dem Rechts­weg den Beginn der Arbei­ten zu ver­hin­dern. Shi­zuoka ist eine der wich­tigs­ten Grün­tee-Anbau­re­gio­nen des Lan­des (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Eine Lösung des Streits ist nicht in Sicht. Die Bau­ar­bei­ten auf den rest­li­chen Abschnit­ten wer­den der­weil fortgeführt. 


Eine Wer­be­vi­deo für den Chūō-Shinkansen


Die all­mor­gend­li­che Sala­ry­man-Wel­le im Bahn­hof Shinagawa


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