«Dai­zu Meat»: Soja-Fleisch von Muji

Muji«Dai­zu Meat»: Pat­ties und Fleisch­bäll­chen aus Sojabohnen.

In den Super­märk­ten im Wes­ten fin­det man eine immer grös­se­re Viel­falt an Flei­scher­satz­pro­duk­ten. In Japan wur­de die­ser Wachs­tums­markt lan­ge igno­riert. Das hat sich spä­tes­tens im ver­gan­ge­nen Jahr geän­dert. Dai­tai­ni­ku, der Flei­scher­satz, hat es in die Top-4 der Spei­sen des Jah­res 2020 geschafft (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Lebens­mit­tel­her­stel­ler und Super­märk­te haben die Zei­chen der Zeit erkannt. 

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Stell­ver­tre­tend dafür ste­hen die neu­en Fleisch­bäll­chen, Bur­ger-Pat­ties und Hack­fleisch aus Soja­boh­nen von Muji. Das Unter­neh­men hat sich glo­bal einen Namen gemacht für sei­ne mini­ma­lis­tisch-funk­tio­na­lis­ti­schen All­tags­pro­duk­te (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Ergänzt wird die­ses Ange­bot seit eini­gen Jah­ren mit einer Viel­falt an Instant-Ess­pro­duk­ten. Muji betrach­tet den Flei­scher­satz als wich­ti­gen Bei­trag zur Ernäh­rungs­si­che­rung und zur Lösung der Umwelt­pro­ble­me, die durch die Fleisch­pro­duk­ti­on entstehen. 

Ein neu­er Markt für Japan

Die japa­ni­sche Regie­rung scheint die Zei­chen der Zeit erkannt zu haben. Sie hat ange­kün­digt, die hei­mi­sche «FoodTech»-Branche för­dern zu wol­len. Hier­zu gehört die Ent­wick­lung inno­va­ti­ver Lebens­mit­tel wie fleisch­lo­se Bur­ger-Pat­ties oder auch die Fisch­zucht an Land. Start-up-Unter­neh­men in die­sem Bereich sol­len Sub­ven­tio­nen in der Höhe von 40 Mil­lio­nen Yen erhal­ten, um auch im Aus­land Fuss fas­sen zu kön­nen. Damit ver­bun­den ist die Hoff­nung, dass dar­aus ein lukra­ti­ver Export­markt entsteht. 

Die Vor­aus­set­zun­gen sind denk­bar gut. Die aus­ge­wo­ge­ne tra­di­tio­nel­le Küche des Lan­des ist seit 2014 UNESCO-Welt­kul­tur­er­be (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Der Insel­staat ver­steht es seit jeher, kuli­na­ri­sche Ein­flüs­se aus dem Aus­land auf­zu­sau­gen und etwas Eige­nes dar­aus zu machen. Die west­lich inspi­rier­te Yōs­ho­ku-Küche ist ein Para­de­bei­spiel (Asi­en­spie­gel berich­te­te). In Japan ver­geht zudem kein Monat ohne die Lan­cie­rung neu­er Spei­se­krea­tio­nen (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Die vege­ta­ri­sche Küche Japans

Japan besitzt ein wei­te­res unschätz­ba­res Know­how. Denn bis zur Moder­ni­sie­rungs­zeit ernähr­te sich die Bevöl­ke­rung haupt­säch­lich vege­ta­risch. Man ass dane­ben noch Fisch. Fleisch hin­ge­gen wur­de in der Edo-Zeit nur sel­ten geges­sen. Die­se Kul­tur lebt bis heu­te unter der Bezeich­nung Shōjin Ryō­ri wei­ter. Es han­delt sich um die vege­ta­ri­sche Küche, die seit dem 13. Jahr­hun­dert von bud­dhis­ti­schen Mön­chen ent­wi­ckelt wird. Jeg­li­che Fleisch- und Fisch­pro­duk­te sind tabu. Das Essen wird mög­lichst mit loka­len Zuta­ten zube­rei­tet und der Jah­res­zeit ange­passt. Soja ist dabei ein wich­ti­ger Bestand­teil. Shōjin Ryō­ri han­delt sich um eine der raf­fi­nier­tes­ten japa­ni­schen Spei­sen, die viel zur Kuli­na­rik der Zukunft bei­tra­gen kann (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

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