Ein ers­ter Hauch von Frühling

Ever­green­Pla­net / Shut​ter​stock​.comSet­subun im Yas­a­ka-Schrein in Kyo­to im Jahr 2019.

An Set­subun fei­ert man in Japan den Über­gang zum Früh­ling. Gemäss dem tra­di­tio­nel­len Mond­ka­len­der fiel die­ser Tag für ein­mal auf den 2. Febru­ar, häu­fi­ger ist jedoch der 3. Febru­ar. Mit dem Wer­fen gerös­te­ter Boh­nen («Mame­ma­ki») wer­den die bösen Geis­ter ver­trie­ben. Man wirft die Boh­nen aus dem Haus oder gegen ein Fami­li­en­mit­glied, das als Dämon ver­klei­det ist. «Oni wa soto! Fuku wa uchi!» («Damö­nen hin­aus, Glück her­ein») wird dabei geru­fen. Es ist eine sym­bo­li­sche Rei­ni­gung des Hau­ses. Auch in Tem­pel- und Schrein­an­la­gen wird Mame­ma­ki an Set­subun, das kein gesetz­li­cher Fei­er­tag ist, praktiziert. 

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Haru-ichi­ban: Der ers­te Südwind

Foto: Depo​sit​pho​tos​.comDie Sky­line von Tokio an einem kla­ren Tag. (Archiv­bild)

Meteo­ro­lo­gisch macht sich der Früh­ling eben­falls all­mäh­lich bemerk­bar. So kam es laut der Wet­ter­be­hör­de am 4. Febru­ar 2021 zum ers­ten Früh­lings­wind im Gross­raum Tokio. Haru-ichi­ban nennt sich die­ses Wet­ter­phä­no­men auf Japa­nisch. Damit gemeint ist der ers­te star­ke, war­me Süd­wind des Jah­res, der dafür sorgt, dass die Tem­pe­ra­tu­ren für kur­ze Zeit in die Höhe schnel­len. Es ist ein ers­ter Hauch von Früh­ling. In Tokio wur­den am 4. Febru­ar Wind­ge­schwin­dig­kei­ten von 15,2 Meter pro Sekun­de gemes­sen. In der Fol­ge stieg die Tem­pe­ra­tur im Ver­gleich zum Vor­tag deut­lich an. 12,4 Grad wur­den um 13:30 Uhr gemes­sen.

Die­ses Wet­ter­phä­no­men ist mit Aus­nah­me des Nord­os­tens der Haupt­in­sel Hons­hu, der Nord­in­sel Hok­kai­do und der süd­lichs­ten Prä­fek­tur Oki­na­wa über­all im Land an ganz unter­schied­li­chen Tagen spür­bar. Haru-Ichi­ban kommt jeweils zwi­schen Set­subun und Shun­bun, der Früh­lings-Tag-und-Nacht-Glei­che am 21. März, vor. 

Der frü­hes­te Frühlingswind

Der 4. Febru­ar war unge­wöhn­lich früh. Es war sogar der frü­hes­te Zeit­punkt seit Beginn der Auf­zeich­nun­gen durch die Wet­ter­be­hör­de 1951. Zuvor war 1988 das Rekord­jahr. Damals weh­te der Haru-Ichi­ban am 5. Febru­ar in Tokio. Den spä­tes­ten Zeit­punkt erleb­te der Gross­raum der Haupt­stadt am 20. März 1972. Es gibt aber auch Jah­re ohne Haru-ichi­ban. Seit 1951 war dies zehn Mal der Fall, zuletzt 2015 und 2012.

Noch ist der Win­ter nicht ganz vor­über. In den kal­ten Regio­nen des Lan­des ent­lang des Japa­ni­schen Mee­res hat es auch in den ver­gan­ge­nen Tagen wie­der­holt geschneit. 

Der Hit «Haru-ichi­ban» der Band Can­dies aus dem Jahr 1976.
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