Japans gros­ser Schokoladentag

Kae B Yuki / Shut​ter​stock​.comValen­tins­scho­ko­la­de in Sapporo.

Heu­te ist Valen­tins­tag. Der Tag der Lie­be wird auch in Japan gefei­ert. Doch anstatt Blu­men gibt es Scho­ko­la­de und es gilt die Regel, dass die Frau den Mann beschenkt. Und sie tut dies nicht nur für ihren Liebs­ten. So gibt es bei­spiels­wei­se die «Pflicht-Scho­­ko­la­­de» (Giri-Cho­­ko) für den Mit­ar­bei­ter, die «Freun­­­din­­nen-Scho­­ko­la­­de» (Tomo-Cho­­ko), die «Scho­ko­la­de für den Liebs­ten» (Hon­­mei-Cho­­ko), die «Scho­ko­la­de für die Fami­lie» oder auch die «Scho­ko­la­de für sich selbst» (Jibun-Cho­ko). Stets ent­ste­hen neue Kate­go­ri­en und Begriffe. 

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Die neu­en Prioritäten

Die Prä­fe­ren­zen, die sich mit jeder Deka­de ändern, sagen viel über den Zeit­geist aus. Aktu­ell fällt auf, dass die Giri-Cho­­ko, einst ein abso­lu­tes Muss, zuneh­mend igno­riert wird. Gemäss einer Umfra­ge des Markt­for­scher Inta­ge berei­ten in die­sem Jahr nur noch 9,9 Pro­zent eine Pflicht­scho­ko­la­de vor. Schon 2018 kri­ti­sier­te der Prä­si­dent von Godi­va Cho­co­la­tier in Japan die­se Kate­go­rie als nicht mehr zeit­ge­mäss. In einem Zeitungsinse­rat mit dem Titel «Japan, hören wir auf mit der Giri-Cho­­ko!» for­derte er ein Umden­ken in den Fir­men (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Die Pan­de­mie und der damit ver­bun­de­ne Trend zum Home­of­fice wie auch die Tat­sa­che, dass der heu­ti­ge Valen­tins­tag auf einen Sonn­tag fällt, sor­gen zusätz­lich dafür, dass die Pflicht-Scho­ko­la­de weit unten in der Prio­ri­tä­ten­lis­te ange­kom­men ist. Genau­so wenig gefragt ist momen­tan die «Scho­ko­la­de für den Liebs­ten» (Hon­­mei-Cho­­ko). Oben­auf schwin­gen zwei ganz ande­re Kate­go­ri­en. In der Umfra­ge von Inta­ge, in der meh­re­re Ant­wor­ten mög­lich waren, sag­ten 50,1 Pro­zent, dass sie in die­sem Jahr eine Scho­ko­la­de für die Fami­lie kau­fen wer­den. Zudem beschen­ken sich 24,6 Pro­zent gleich sel­ber mit einer Scho­ko­la­de. Eine drit­te Kate­go­rie gewinnt eben­falls an Beliebt­heit. Es sind die Frau­en, die kom­plett auf die Müh­sal des Schen­kens ver­zich­ten. Gemäss der Umfra­ge von Inta­ge sind dies in die­sem Jahr hohe 30,1 Pro­zent der befrag­ten Personen. 

Der White Day einen Monat später

Übri­gens begann alles, als Ende der 1950er-Jah­­­re der Tokio­ter Süss­wa­ren­her­stel­ler Mer­ry Cho­co­la­te eine Kam­pa­gne mit den Slo­gan «Ein­mal im Jahr gesteht die Frau dem Mann ihre Lie­be» lan­cier­te. Weni­ger Jah­re spä­ter war der Brauch end­gül­tig eta­bliert. Seit­her kann sich am 14. Febru­ar nie­mand mehr der Scho­ko­la­de ent­zie­hen. Selbst die Ramen-Restau­rants haben begon­nen, Scho­ko­la­de-Nudel­sup­pen anzubieten. 

Einen Monat spä­ter, am 14. März, ist es schliess­lich am Mann, der Frau ein Geschenk zu machen. White Day nennt sich die­ser Tag in Japan.

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