Vega­nes Gyūdon

Next Meats Co.Sieht wie das Ori­gi­nal aus: Vega­nes Gyūdon.

Der Fleisch­ein­topf (jap. Gyūdon), bei dem hauch­dün­ne, gekoch­te Rind­fleisch­schei­ben auf Reis ser­viert wer­den, ist in Japan der Inbe­griff für güns­ti­ges und schmack­haf­tes Essen. Ange­fan­gen hat die­se kuli­na­ri­sche Tra­di­ti­on 1899, als Eiki­chi Mat­su­da den ers­ten Gyūdon-Stand beim alten Fisch­markt im Tokio­ter Vier­tel Nihon­ba­shi eröff­ne­te. Indem er Fleisch in rau­en Men­gen ein­kauf­te, konn­te so erst­mals auch die Arbei­ter­klas­se Fleisch zu ver­nünf­ti­gen Prei­sen essen (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

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Dar­aus wur­de die Restau­rant­ket­te Yoshi­noya, die bis heu­te der Inbe­griff für Gyūdon ist. Zwei wei­te­re gros­se Anbie­ter sind Mats­u­ya und Sukiya. Der Preis die­ser Spei­se hat sich ähn­lich dem Big-Mac-Index sogar zu einem Grad­mes­ser für den Zustand der japa­ni­schen Volks­wirt­schaft ent­wi­ckelt (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Gyūdon ohne Fleisch

Next Meats Co.Das Ange­bot vom Foodtruck von Next Meats.

Das im Juni 2020 gegrün­de­te Tokio­ter Start-up Next Meats hat aus die­sem Klas­si­ker eine vega­ne Inter­pre­ta­ti­on gemacht. Next Gyūdon nennt sich die­ser Ein­topf aus Flei­scher­satz, der auf ver­ar­bei­te­ten Soja­boh­nen basiert und ohne Zusatz­stof­fe her­ge­stellt wird. Optisch sieht Next Gyūdon dem Ori­gi­nal zum Ver­wech­seln ähn­lich. Auch der Geschmack und die Kon­sis­tenz sol­len laut dem Her­stel­ler fast iden­tisch sein. 

Ver­kauft wird die­se neu­ar­ti­ge Spei­se über den eige­nen Web­shop. Dort fin­det man auch ande­re japa­ni­sche Klas­si­ker mit Flei­scher­satz-Zuta­ten. Aus­ser­dem hat Next Meats im März 2021 im Tokio­ter Bezirk Shin­juku einen Foodtruck eröff­net, der drei ver­schie­de­ne Gyūdon-Sor­ten im Ange­bot hat. 

Der Boom des Fleischersatzes

Next Meat hat sich zum Ziel gesetzt, das vega­ne Gyūdon zu einem selbst­ver­ständ­li­chen Ange­bot auf den Spei­se­kar­ten von Yoshi­noya, Mats­u­ya oder Sukiya zu machen. Man kann davon aus­ge­hen, dass die­se Visi­on schon in abseh­ba­rer Zeit Rea­li­tät wird. Denn auch in Japan haben Lebens­mit­tel­her­stel­ler und Super­märk­te die Zei­chen der Zeit erkannt. Dai­tai­ni­ku, so nennt sich der Flei­scher­satz auf Japa­nisch, hat es im Jahr 2020 in die Top-4 der Spei­sen des Jah­res geschafft (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Stell­ver­tre­tend für die­sen Boom steht die neu­en Fleisch­bäll­chen, Bur­ger-Pat­­ties und Hack­fleisch aus Soja­boh­nen von Muji (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Aus­ser­dem hat die japa­ni­sche Regie­rung ange­kün­digt, die hei­mi­sche «FoodTech»-Branche zu för­dern. Hier­zu gehört unter ande­rem die Ent­wick­lung von Fleischersatzprodukten.

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