Tokios his­to­ri­sche Fussgängerbrücke

江戸村のとくぞう / Wiki­me­dia CCDie Toki­wa­ba­shi im Jahr 1871.

Einst bil­de­te die Brü­cke Toki­wa­ba­shi in Tokio einen wich­ti­gen Zugang zur Burg von Edo. Hier befand sich die äus­se­re Mau­er und ein gros­ses Tor. Es han­del­te sich um eine klas­si­sche Holz­brü­cke der Edo-Zeit (1603 bis 1868), die 1877 durch eine Stein­bo­gen­brü­cke im west­li­chen Stil ersetzt wur­de. Das Land steck­te mit­ten in der Moder­ni­sie­rungs­pha­se der Mei­ji-Zeit (1868 bis 1912). In die­ser Peri­ode ent­stan­den gleich meh­re­re Brü­cken in die­sem Stil. Auch die nahe gele­ge­ne his­to­ri­sche Brü­cke Nihon­ba­shi wur­de 1911 als Stein­bo­gen­brü­cke neu auf­ge­baut (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

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Wiki­me­dia CCDie Toki­wa­ba­shi im Jahr 1880.

Nach dem Gros­sen Erd­be­ben von 1923 (Asi­en­spie­gel berich­te­te) wur­den schliess­lich Stahl und Beton zum bevor­zug­ten Bau­ma­te­ri­al. Die Toki­wa­ba­shi steht der­weil bis heu­te unver­än­dert da. Sie ist die ältes­te erhal­te­ne Stein­bo­gen­brü­cke der japa­ni­schen Haupt­stadt, ein Monu­ment aus einer längst ver­gan­ge­nen Zeit. Die Über­res­te der äus­se­ren Mau­er bei der Brü­cke tra­gen zusätz­lich zur his­to­ri­schen Atmo­sphä­re bei und dies mit­ten einem geschäf­ti­gen Vier­tel, das sich alle paar Jahr­zehn­te archi­tek­to­nisch neu erfindet. 

Zurück im Zustand der Meiji-Zeit

江戸村のとくぞう / Wiki­me­dia / CCDie Toki­wa­ba­shi im Sep­tem­ber 2020.

Seit 1928 sind die Brü­cke und die umge­ben­de Rui­ne als eine Stät­te von natio­na­ler his­to­ri­scher Bedeu­tung regis­triert. Die letz­te gros­se Erneue­rung fand 1934 statt. In den Nach­kriegs­jahr­zehn­ten ent­stand direkt über die­sem his­to­ri­schen Bau­werk eine Stadt­au­to­bahn. Das Erd­be­ben von 2011 führ­te schliess­lich zu Beschä­di­gun­gen an der geal­ter­ten Brü­cke. Es wur­de Zeit für eine umfas­sen­de Restaurierung. 

Zehn Jah­re spä­ter erstrahlt die Toki­wa­ba­shi wie­der in ihrem alten Glanz und ist seit dem 10. Mai 2021 wie­der­eröff­net (sie­he Tweets unten). Die Stein­bo­gen­brü­cke wur­de his­to­risch akku­rat in ihren Ori­gi­nal­zu­stand aus der Mei­ji-Zeit zurück­ver­setzt (hier eini­ge Bil­der der Bau­ar­bei­ten). Beson­ders auf­fäl­lig ist das rekon­stru­ier­te ele­gan­te Gelän­der. Tokio hat damit ein wun­der­schö­nes, begeh­ba­res Stück Geschich­te zurückerhalten. 

Gros­se Plä­ne für das Viertel

Mitsu­bi­shi Jis­ho Sek­kei Inc.Der Tokyo Torch wird 390 Meter hoch.

Der­weil wird sich in eini­gen Jah­ren die Gegend rund um die Brü­cke ein wei­te­res Mal neu erfin­den. In unmit­tel­ba­rer Nähe ent­steht bis 2027 mit dem Tokyo Torch der höchs­te Wol­ken­krat­zer des Lan­des (Asi­en­spie­gel berich­te­te), der zu einem neu­en Wahr­zei­chen der Haupt­stadt wird. Bereits im Juni 2021 wird gleich dane­ben mit dem Toki­wa­ba­shi Tower ein 212 Meter hohes Hoch­haus eingeweiht. 

Auch die Stadt­au­to­bahn über dem Nihon­ba­shi-Fluss könn­te der­einst ver­schwin­den. Es exis­tie­ren Plä­ne, einen 700 Meter lan­gen Abschnitt in einen Tun­nel zu ver­le­gen, um Platz für ein neu­es Brü­cken­vier­tel unter frei­em Him­mel zu machen, mit der his­to­ri­schen Bücke Nihon­ba­shi im Zen­trum. Der Fluss, den man so lan­ge ver­deckt und begra­digt hat, käme wie­der voll­stän­dig zur Gel­tung. Die Schiffs­ver­bin­dun­gen wür­den eine neue Bedeu­tung erhal­ten. Es wäre eine mar­kan­te Auf­wer­tung des gesam­ten Nihon­ba­­shi-Quar­­tiers wie auch der nahe gele­ge­nen Toki­wa­ba­shi (Asi­en­spie­gel berich­te­te).


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Der Stand­ort der Tokiwabashi


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